Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn.

Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, Vers 214 ff, Direktor
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
2004
2003
2002

Mannheimer Morgen, 18. Juli 2011

Kommentar: Vorbild Friedrichsfeld

Mannheim: Peter W. Ragge will Investitionen auch in andere Wachen
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Von einem "Palast" sprach bewundernd ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr - dabei stand er da gerade neben einer nackten Betonwand. Keineswegs wurde in Friedrichsfeld besonders luxuriös gebaut. Das neue Rettungszentrum bietet höchst nüchtern-funktional eben nur das, was man heute braucht - was es bislang aber nicht gab, von Umkleiden mit ausreichend breiten Spinden bis hin zu einem eigenen Jugendraum.

Der Friedrichsfelder Neubau sticht nur deshalb so heraus, weil die Mängel anderswo noch so gravierend sind. So fehlt im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Wallstadt eine getrennte Umkleide für die Frauen, ziehen sich die Männer in der Fahrzeughalle um, ohne dass die Abgase aus dem Auspuff abgesaugt werden. Bei den Feudenheimer Kameraden regnet es herein, die Wache Nord ist in einem teils kläglichen Zustand und wurde nur notdürftig geflickt, viel besser sieht es ebenso auf den Wachen Süd oder Mitte nicht aus.

Dabei basiert die Sicherheit dieser Stadt ganz wesentlich darauf, dass sich Menschen in den Freiwilligen Feuerwehren und den Hilfsorganisationen ehrenamtlich engagieren, oftmals auch ihre Gesundheit riskieren, um Leben zu retten und Sachwerte zu schützen. Gerade nach dem Wegfall der Wehrpflicht und damit auch vom Ersatzdienst fehlt den Organisationen eine wichtige Möglichkeit, um Nachwuchs zu rekrutieren. Umso wichtiger ist es, motivierende Rahmenbedingungen in Form angemessener Räume zu schaffen. Dafür muss die Stadt auch dann Geld investieren, wenn sie nicht (wie in Friedrichsfeld) im Gegenzug freies Gelände für ein Gewerbegebiet erhält.

Mannheimer Morgen, 18. Juli 2011

Retter unter einem Dach

Friedrichsfeld: Neubau für Freiwillige Feuerwehr und Technisches Hilfswerk bezogen / Ministerium lobt "beispielgebendes Projekt"
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Das symbolisch vor dem Eingang gespannte Band, das die Prominenz feierlich durchschnitt, war rot - doch eigentlich hätte es zweifarbig sein müssen: Rot und blau sind nämlich die Hallentore lackiert, rot und blau sind auch die Einsatzfahrzeuge, die dahinter stehen: die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld und das Technische Hilfswerk (THW) haben in dem neu erbauten Rettungszentrum am Saarburger Ring direkt neben dem Gebäude der Johanniter gemeinsam eine Heimat gefunden - ein in dieser Form erstmals realisiertes, bundesweit "beispielgebendes Projekt, das Maßstäbe für die Zukunft setzt", so Norbert Seitz vom Bundesministerium des Innern.

Der Leiter der Abteilung Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz war nach Mannheim gekommen, um die Grüße und Glückwünsche des Ministers zur Einweihung dieses, wie er sagte, "zukunftsweisenden Baus" zu überbringen. "Die Herausforderungen im Bevölkerungsschutz werden nicht weniger, die Finanzmittel leider nicht mehr", so Seitz. Darauf zu reagieren, indem man zusammenrücke und zusammenarbeite, sei "der richtige Weg".

Von einem "wichtigen Projekt nicht nur für die beteiligten Organisationen, sondern die Stadt insgesamt" sprach Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Er erinnerte daran, wie das Vorhaben entstanden war.

Anerkennung fürs Ehrenamt
Einerseits brauchte die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld einen Ersatz für ihr veraltetes, zu klein gewordenes Gerätehaus im Ort, andererseits musste das THW seine alte Unterkunft in der früheren Autobahnraststätte Seckenheim räumen, damit dort und auf der benachbarten Fläche der früheren US-Kaserne ein neues, großes Gewerbegebiet entstehen konnte. "Es war ein zündender Gedanke, daraus ein Gesamtkonzept zu entwickeln", lobte Kurz und freute sich über die so entstehenden "Synergieeffekte". Mit dem Neubau wolle man auch "Motivation und Anerkennung schaffen" für die Ehrenamtlichen in den Hilfsorganisationen und so "einen wichtigen Teil des bürgerschaftlichen Engagements stärken", so Kurz, der zugleich als Aufsichtsratsvorsitzender der GBG - Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft sprach.

Sie hatte den von dem Architekturbüro Horst und Brigitte Rienkens geplanten Bau errichtet. Statt der veranschlagten zwölf Monate dauerte es aber 19 Monate, die Kosten stiegen von 4,2 Millionen auf knapp fünf Millionen Euro. GBG-Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier führte dies auf den ungewöhnlich frühen Wintereinbruch 2009/10 ebenso zurück wie auf "unerwartete Auflagen und unabdingbare Änderungen" sowie Preissteigerungen am Bau. Besonders lobte er Matthias Steffan, Referent im Dezernat von Erstem Bürgermeister Christian Specht, der die Idee zu dem Projekt hatte, es gegen Widerstände vorantrieb und koordinierte. Ihm sowie allen anderen Beteiligten dankte dann auch Specht, dass das ungewöhnliche Vorhaben realisiert werden konnte.

Für das Technische Hilfswerk bedeutet es "einen Riesenfortschritt", freute sich THW-Ortsbeauftragte Nicole Dudziak gegenüber dem "MM". Dass der Umzug nur in Etappen erfolgen konnte, sei zwar "ein Kraftakt" gewesen, doch nun fühle man sich sehr wohl, "anständige Räume, Duschen und Umkleiden - das motiviert auch die Leute". "Richtige Umkleiden, Übungsflächen, ein Raum für die Jugend" - das lobte ebenso Markus Behlau, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr: "Wir haben lange gewartet und sind jetzt richtig glücklich!" Unter einem Dach werde die Zusammenarbeit sicher noch besser funktionieren.

Mannheimer Morgen, 13. Juli 2011

Rettungszentrum wird teurer

Friedrichsfeld: Am Freitag Einweihung von Neubau für Freiwillige Feuerwehr und THW
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Der zunächst auf 4,2 Millionen Euro veranschlagte Neubau des Rettungszentrums Friedrichsfeld wird teurer als gedacht. Das wurde dem "MM" im Rathaus bestätigt. "Aber wir bleiben unter fünf Millionen Euro", hieß es gestern auf Anfrage bei der GBG - Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, die das Objekt für die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld und das Technische Hilfswerk (THW) errichtet. Es wird am Freitag feierlich eingeweiht.

Das ist mehr als ein halbes Jahr später als gedacht. "Fertigstellung Dezember 2010" hieß es beim symbolischen Spatenstich im Januar 2010 am Saarburger Ring. Doch dann gerieten die Bauarbeiten durch den frühen Wintereinbruch schon ab Oktober ins Stocken (wir berichteten), es gab zusätzliche Aufwendungen im Innern und für die Aufschüttung des Geländes sowie für ein Notstromaggregat. Doch an das sind nun auch die benachbarten Johanniter angeschlossen - ein weiteres Beispiel für die Synergieeffekte, die man von dem Neubau erwartet.

Mehr Gemeinsamkeit

Eigentlich war für die Friedrichsfelder Feuerwehr, deren denkmalgeschütztes Gerätehaus zu klein und veraltet ist, schon lange ein Neubau an anderer Stelle geplant. Dann ergab sich aber, dass das bisher in der alten Autobahnraststätte Seckenheim ansässige THW einem Gewerbegebiet und dort besonders der neuen Porsche-Niederlassung weichen muss. Im Dezernat von Erstem Bürgermeister Specht entstand daraufhin die Idee, dass ein gemeinsames Projekt wirtschaftlicher ist.

Bei dem von Architekt Horst Rienkens geplanten Neubau, den die GBG an die Stadt für die Feuerwehr sowie den Bund für das THW vermietet, handelt es sich um ein Modellvorhaben. Erstmals in Mannheim werden so die Kräfte mehrerer Katastropenschutz-Organisationen gebündelt. THW und Feuerwehrleute nutzen Treppenhaus, Fahrstuhl, Lkw-Waschplatz und Übungsflächen sowie die hochwertige, technische Ausstattung wie Funkmast, Kompressor- und Notstromanlage gemeinsam. Die Anbindung an den öffentlichen Personen-Nahverkehr gilt als ein wichtiges Argument für Mitarbeiter und Jugendarbeit der beiden Rettungsorganisationen. Und das Zentrum (mit der direkt benachbarten Sporthalle) gilt als Bereitstellungs- oder Evakuierungsraum, sollte es in der Innenstadt zu einem größeren Notfall kommen.

Mannheimer Morgen, 09. April 2011

Im neuen Rettungszentrum kehrt allmählich Leben ein

Friedrichsfeld: Offizielle Einweihung für den 15. Juli vorgesehen
Von unserer Mitarbeiterin Marion Schatz

Eigentlich war die Einweihung des neuen Rettungszentrums im Saarburger Ring, in dem in direkter Nachbarschaft zu den Johannitern das Technische Hilfswerk (THW) sowie die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld Platz finden sollten, für Anfang Dezember 2010 vorgesehen. Doch durch verschiedene Umstände war schon lange klar, dass dieser Termin nicht eingehalten werden konnte. Unter anderem machte auch der sehr frühe Wintereinbruch allen Planungen einen Strich durch die Rechnung.
Doch jetzt tut sich so langsam etwas. Während die Freiwillige Feuerwehr noch keinen Umzugstermin hat - sie können aber auch weiterhin in ihrem Gerätehaus bleiben - hat für das THW der Umzug Ende Januar begonnen. Denn den Katastrophenhelfern sitzt die Zeit im Nacken, schließlich soll ja bekanntlich ihr altes Gebäude an der Autobahn abgerissen werden, da dort ein neues Industriegebiet entsteht.
Die Geschäftsstelle hat bereits Anfang Februar ihre Arbeit im neuen Gebäude aufgenommen, der Ortsverband ist gerade dabei, sich ein Stockwerk tiefer einzurichten, wie die Ortsbeauftragte Nicole Dudziak bei einem Rundgang berichtete. Die sanitären Einrichtungen und auch die Umkleideräume sind weitestgehend fertig eingeräumt, auch in den Büros kann schon gearbeitet werden, hier fehlen meist nur Kleinigkeiten. Die Werkstatt ist dank der Altersmannschaft ebenfalls schon einsatzbereit. Auch das Mobiliar für die Küche ist da, muss allerdings noch eingebaut werden. Es ist also noch viel zu tun bis hier alles an seinem Platz ist.
Ein Graben klafft
Derzeit bekommt gerade das Treppenhaus seine Farbe. Einzig die Fahrzeuge stehen noch am alten Standort. Die können auch erst geholt werden, wenn die Außenanlagen fertig gestellt sind und vor allem die Zufahrten zu den Hallen. Denn hier klafft derzeit noch ein großer Graben zwischen Halle und Straße. Im Moment ist man recht zuversichtlich, dass bis Ende April zumindest ein Teil des Außenbereiches fertig ist und somit auch ein Teil der Fahrzeuge an den neuen Standort geholt werden können.
Doch mit festen Terminzusagen ist man derzeit verständlicherweise sehr vorsichtig. Dass dies in den nächsten Wochen erledigt sein wird hoffen THW und Feuerwehr, so dass das Rettungszentrum dann auch wirklich von hier aus seine Arbeit aufnehmen kann. Neben der offiziellen Einweihung, die nach wie vor auf den 15. Juli terminiert ist, soll es dann im Oktober noch einen Tag der offenen Tür geben, an dem die Bevölkerung sich ein Bild machen kann.

Mannheimer Morgen, 04. Januar 2011

Rettungszentrum später fertig

Friedrichsfeld: Verzögerungen bei Neubau für die Freiwillige Feuerwehr und Technisches Hilfswerk Rettungszentrum später fertig
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

"Fertigstellung Dezember 2010" hieß es beim symbolischen Spatenstich vor einem Jahr - doch wer heute am Saarburger Ring vorbeifährt, sieht davon nichts. Das Rettungszentrum, der gemeinsame Neubau für die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld und das Technische Hilfswerk (THW), ist noch eine Baustelle.
Dabei drängt die Zeit: das THW, derzeit in der alten Autobahnraststätte Seckenheim entlang der Autobahn nach Heidelberg untergebracht, muss sein altes Areal aufgeben, weil dort derzeit ein neues Gewerbegebiet entsteht.
Insbesondere für das Gebäude, in dem THW-Geschäftsstelle und der Ortsverband sitzen, gibt es einen Nachmieter, der den alten Flachbau abreißen und neu bauen will - und der aufs Tempo drückt: Porsche plant hier eine neue Niederlassung.
Daher soll das Rettungszentrum nun etappenweise bezogen werden - beginnend im Februar mit Büros für die neun hauptamtlichen Mitarbeiter der Regionalgeschäftsstelle sowie Schulungs- und Umkleideräumen für die über 100 Ehrenamtlichen des Ortsverbandes.
"Das klappt, der Innenausbau läuft", so Projektleiter Theodor Schneider von der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft, die das von Architekt Horst Rienkens geplante Gebäude errichtet und dann an die Stadt für die Feuerwehr sowie den Bund für das THW vermietet. Noch lange nicht fertig sind indes die Außenanlagen und damit auch das Gelände für die Ausbildung und die Zufahrt für die drei Fahrzeug-Stellplätze der Freiwilligen Feuerwehr und die elf Plätze zählende Fahrzeughalle des THW.
"Da sind wir abhängig vom Wetter - und der frühe Wintereinbruch hat uns stark zurückgeworfen", so Theodor Schneider. Seit 15 Jahren habe er "noch nie erlebt, dass es ab Anfang Dezember durchgehend so kalt ist", seufzt der Projektleiter. Bis ins Frühjahr werde es daher dauern - doch da eilt es auch nicht so, weil die THW-Fahrzeughallen nicht so schnell abgerissen werden müssen wie die Unterkunft.
"Für uns ist das schwierig, wir hängen völlig in der Luft," klagt Nicole Dudziak, die THW-Ortsbeauftragte. Von der Fertigstellung des Außengeländes hänge nicht nur die Nutzung der Fahrzeughallen, sondern auch die Ausbildung ab. Andererseits freut sie sich auf den Neubau: "Wenn alles fertig ist und wir drin sind, ist das natürlich toll für uns", so Dudziak, denn - entgegen dem allgemeinen Trend - wachse der Ortsverband.
Das 4,2-Millionen-Euro-Objekt direkt neben dem schon lange bestehenden Zentrum der Johanniter ist ein Modellvorhaben, weil es erstmals in Mannheim die Kräfte mehrerer Katastropenschutzorganisationen bündelt. Eigentlich war für die Friedrichsfelder Feuerwehr, deren denkmalgeschütztes Gerätehaus zu klein und veraltet ist, schon ein Neubau an anderer Stelle geplant. Dann ergab sich aber, dass das THW einem Gewerbegebiet weichen muss - und im Dezernat von Erstem Bürgermeister Specht entstand die Idee, dass ein gemeinsames Projekt wirtschaftlicher ist.

Amtsblatt Stadt Mannheim, 21. Januar 2010

Rettungsdienste machen gemeinsame Sache

Erster Spatenstich für Rettungszentrum von THW und Freiwilliger Feuerwehr

Der erste Spatenstich ist getan, bis Ende des Jahres soll das neue Rettungszentrum in Friedrichsfeld bezugsfertig sein, so die ehrgeizigen Ziele von Architekt Rienkens und der GBG - Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft.

Gemeinsam werden hier sowohl das Technische Hilfswerk (THW) als auch die Freiwillige Feuerwehr in Zukunft unter einem Dach vereint sein. Vor allem für die Feuerwehr geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, wie Wolfgang Bielmeier von der GBG betonte. Seit einigen Jahren schon wird nach einem neuen Standort für ein Feuerwehrgerätehaus gesucht, da das Raumangebot in dem alten, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude nicht mehr ausreicht. Da auch das THW wegen des geplanten Gewerbegebietes Mannheim-Friedrichsfeld West umziehen musste, bot sich dieser Neubau geradezu an. In Nachbarschaft zu den Johannitern entsteht hier nun in knapp einem Jahr und für circa vier Millionen Euro ein komplett neues Gebäude. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz dankte vor allem der Freiwilligen Feuerwehr für die Geduld noch etwas länger auf den Neubau zu warten als anfangs angenommen. "Aber es hat sich sicher gelohnt," ist sich das Stadtoberhaupt sicher. In besonderer Weise sei dieser Neubau auch eine Anerkennung für das eherenamtliche Engagement in beiden Organisationen.

Das Rettungszentrum wird nach den neusten technischen Standards erbaut und verfügt über eine hochfunktionale Einrichtung, die den Erfordernissen von Rettungseinsätzen jeglicher Art Rechnung trägt. Durch die benachbarte Lilli-Gräber-Halle ist man auch für etwaige Katastrophenfälle bestens gerüstet. Außerdem liegt das Rettungszentrum in der Nähe der Autobahn sehr verkehrsgünstig für auswärtige Rettungstrupps.

maz

Mannheimer Morgen, 19. Januar 2010

Retter ziehen zusammen

Friedrichsfeld: Erster Spatenstich für einen gemeinsamen Neubau von Freiwilliger Feuerwehr und Technischem Hilfswerk
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Dass da 20 nagelneue Spaten bereitstanden, war offenbar selbst dem Oberbürgermeister zu viel: "Bei der Vielzahl können wir ja auch gleich den Rest der Bodenarbeiten übernehmen", sagte Dr. Peter Kurz. Schließlich hatten zuvor Helfer von Freiwilliger Feuerwehr Friedrichsfeld und Technischem Hilfswerk (THW) schon den Bauplatz selbst von Gestrüpp befreit. Gestern war nun der offizielle "Erste Spatenstich" für den "Rettungszentrum" genannten Neubau, der beiden Organisationen eine neue Heimat bietet. Bauzeit ein Jahr.

Das 4,2-Millionen-Euro-Projekt am Saarburger Ring, direkt neben dem Gelände der Johanniter, soll schon Ende des Jahres fertig sein. Errichtet wird es nach Plänen von Architekt Horst Rienkens von der GBG- Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft, die es dann an die Stadt für die Feuerwehr und das THW vermietet. "Damit sitzen Organisationen, die im Katastrophenfall ohnehin eng zusammenarbeiten, gleich nebeneinander", hob Wolfgang Bielmeier, der Geschäftsführer der GBG, hervor. Da das Areal nahe der Autobahn und direkt neben der Lilli-Gräber-Sporthalle liegt, könnten sich dort zum Beispiel von auswärts eintreffende Hilfsorganisationen sammeln oder die Menschen bei einem Massenanfall von Verletzten betreut werden. "Im Bedarfsfall wird das zu einem der wichtigsten Rettungs- und Versorgungsplätze in Mannheim", so Bielmeier.

Er dankte ebenso wie OB Kurz dem Ersten Bürgermeister Christian Specht und seinem Mitarbeiter Matthias Steffan, welche die Idee zu diesem "Rettungszentrum" vorangetrieben hatten. Eigentlich war für die Friedrichsfelder Feuerwehr, deren denkmalgeschütztes Gerätehaus zu klein und veraltet ist, schon ein Neubau an anderer Stelle geplant. Dann ergab sich aber, dass das THW sein Areal in der alten Autobahnraststätte Seckenheim aufgeben muss, weil dort ein Gewerbegebiet entstehen soll. Ein gemeinsamer Neubau sei "das für alle Seiten wirtschaftlichere Konzept", betonte Bielmeier, die Investition für die GBG sei machbar, "ohne das Kerngeschäft Wohnungsbau zu beeinträchtigen."

"So etwas gemeinsam zu organisieren, ist das richtige Modell", bekräftigte auch Oberbürgermeister Kurz und lobte Specht vor zahlreichen Stadt- und Bezirksbeiräten ausdrücklich für den "guten Gedanken". Kurz wertete den Neubau als "wichtiges Signal", dass die Stadt weiter in die Sicherheit investiere. Indem man den Hilfsorganisationen "eine große, gemeinsame Heimat schaffe", belege die Stadt zugleich, "dass das umfassende, ehrenamtliche Engagement im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr und der Rettungsdienste von uns ausdrücklich gewürdigt wird".

Mannheimer Morgen, 19. Januar 2010

Kommentar: Gemeinsamkeit statt Neid

Peter W. Ragge zur Zusammenarbeit der Rettungsdienste

Der Bürger erwartet, kennt und erlebt das auch nicht anders: gerät er in Not, rücken die diversen Hilfsorganisationen an, und jeder Handgriff sitzt, um Leben zu retten, Schaden abzuwenden.

So selbstverständlich aber ist das nicht. Zusammenarbeit kann nicht wirkungsvoll einfach so verordnet, sie muss oft erprobt, ja sie muss im Alltag ständig gelebt werden.

In Mannheim klappt das im Einsatzfall meistens prima. Nun ist zwar auch die Quadratestadt nicht ganz frei von Eifersüchteleien, von Missgunst, von Reibereien. Die spürt man mal zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen, die registriert man zwischen einzelnen Sanitätsorganisationen, die einander lukrative Bereitschaftsdienste nicht gönnen. Aber es gibt sie nicht, wenn es im Ernstfall auf jede Minute ankommt - und es gibt sie zum Glück immer weniger.

Das hängt viel mit einer Idee zusammen, die sich "Schulterschluss" nennt. Vom Stadtfeuerwehrverband geboren, entstand daraus zunächst eine in dieser Form einmalige gemeinsame Präsentation der Rettungs- und Hilfsorganisationen der ganzen Metropolregion auf dem Maimarkt. Längst ist der "Schulterschluss" aber zu einem festen Begriff dafür geworden, dass sich immer mehr ein Geist des Gemeinschaftsgefühls, des Zusammenhalts, der gegenseitigen Hilfe breitmacht - nicht nur an der Einsatzstelle.

Das Friedrichsfelder "Rettungszentrum" wird nun zu einem sichtbaren Symbol für den "Schulterschluss". Dass die Idee geboren, entwickelt und letztlich realisiert werden konnte, ist zu einem großen Teil dieser engen Zusammenarbeit gerade führender Kräfte von Feuerwehr, THW und Johannitern mit der Stadt zu verdanken. Und sie spart 20 000 Euro, die ein Neubau allein für die Feuerwehr mehr gekostet hätte.

Stadt Mannheim, 18. Januar 2010

„Chinesische Bauzeiten“ – Erster Spatenstich für Rettungszentrum

Schon Ende des Jahres soll das neue Rettungszentrum Friedrichsfeld bezugsfertig sein, für das jetzt der Erste Spatenstich getan wurde. Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld und Technisches Hilfswerk Mannheim werden dort unter einem Dach vereint.

„Die GBG baut ja fast so schnell wie die Chinesen“, kommentierte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz noch ganz unter dem Eindruck seines Besuchs in der Mannheimer Partnerstadt Zhenjiang die ehrgeizige Zeitplanung: Das Rettungszentrum am Saarburger Ring soll schon Ende 2010 als neue Heimat für die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld und das THW Mannheim fertiggestellt sein. Die beiden Hilfsorganisationen werden dort nach einer Idee des Ersten Bürgermeisters und Feuerwehrdezernenten Christian Specht unter einem Dach vereint, so dass in Friedrichsfeld einer der wichtigsten Rettungs- und Versorgungsplätze in Mannheim entsteht.

„In dem Neubau sitzen zwei Hilfsorganisationen, die bei Katastrophen ohnehin eng zusammenarbeiten, unmittelbar nebeneinander“, betonte GBG-Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier einen wesentlichen Vorteil des neuen Rettungszentrums. Die direkte Nachbarschaft zur Johanniter Unfallhilfe ermöglicht weitere interessante Kooperationsmöglichkeiten. Auch die Lilli-Gräber-Halle, die auf dem Nachbargrundstück steht, kann bei Katastrophen mit vielen Verletzten von den Rettungskräften genutzt werden.

„Der Neubau des Rettungszentrums ist ein wichtiges Signal dafür, dass die Stadt auch weiter in die Sicherheit investiert“, hob Oberbürgermeister Kurz hervor und lobte das innovative Finanzierungsmodell: Die GBG wird das Rettungszentrum auf einem von der Stadt gepachteten Grundstück errichten und es an die Rettungsorganisationen vermieten. Auf diese Weise wird der Neubau gemeinsam vom Bund und der Stadt Mannheim finanziert, die dafür auch Zuschüsse des Landes erhält. Teile des Neubaus, wie das Treppenhaus oder die Fahrzeug-Waschplätze, werden zukünftig ebenso gemeinsam genutzt wie teure technische Einrichtungen, wie Funkmast, Notstromversorgung und Kompressor. So wird das Rettungszentrum die Stadt etwa 20.000 Euro weniger kosten als der zuvor alleine für die Freiwillige Feuerwehr geplante Neubau.

„Mit dieser Investition würdigen wir ganz ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Es ist ein Reichtum unserer Stadt, dass wir uns auf solches bürgerschaftliches Engagement verlassen können“, betonte Kurz. Aber auch die Wirtschaft profitiert von dem schnellen Neubau: Mit dem Umzug ins Rettungszentrum wird das THW sein bisheriges Gelände auf der früheren Autobahnraststätte Seckenheim räumen. Hier soll ein neues Gewerbegebiet entstehen, das auch das ehemalige QM-Center Friedrichsfeld der US-Army umfasst. Zahlreiche Unternehmen warten bereits ungeduldig auf die frei werdenden Flächen.

Aber wenn – wie beim ersten Spatenstich, bei dem 20 Offizielle dabei waren – alle Beteiligten weiter an einem Strang ziehen, dann wird der Umzug nicht mehr lange auf sich warten lassen.


Mannheimer Morgen, 18. Januar 2010

Retter bereiten Neubau vor

Friedrichsfeld: Für THW und Feuerwehr heute Spatenstich

In Friedrichsfeld beginnen heute mit dem symbolischen "Ersten Spatenstich" die Arbeiten für ein neues Rettungszentrum. Direkt neben dem Gelände der Johanniter entsteht ein Gebäudekomplex für die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld sowie den Ortsverband und die Regionalgeschäftsstelle des Technischen Hilfswerks (THW). Bauherr ist die Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG, die das 4,2-Millionen-Euro-Objekt errichtet und an die Stadt vermietet.

THW rückt mit Radlader an

Die Idee zu dem gemeinsamen Neubau für die unter Raumnot leidende Feuerwehr sowie das THW, das dem neuen Gewerbegebiet Friedrichsfeld weichen muss, entstand erst vor knapp einem Jahr. Dass sie nun doch so schnell realisiert werden kann, liegt auch daran, dass beide Hilfsorganisationen zur Zeit- und Kosteneinsparung kräftig selbst mit anpackten. So war die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld einmal mit der gesamten Abteilung und dann noch drei weitere Male mit jeweils drei bis vier Mann auf dem Baugelände, um dort Kettensäge-Kurse abzuhalten - und bei der Gelegenheit das viele Gestrüpp und die vorhandenen Bäume zu entfernen.

Danach kam der Radlader des THW zum Einsatz. Ebenfalls als Übung rückten an vier Tagen - einmal samstags drei Stunden, dann zweimal abends je vier Stunden - Mitglieder der Fachgruppe Räumen und noch mal Gerhard Ohrband von der Geschäftsstelle an, um das Areal von Hecken und Wurzelstöcken zu befreien. Die abendlichen Aktionen wurden ausgeleuchtet von der Fachgruppe Beleuchtung - auch für sie als Übung für eventuelle Katastropheneinsätze. Um den Radlader des THW, der wegen nassen Wetters schwer mit Schlamm verdreckt war, zu säubern, baute wiederum die Feuerwehr eine Art "Waschstraße" auf. So eng will man auch künftig zusammenarbeiten.

pwr

Presseinformation der GBG Mannheim, 18. Januar 2010

Neues Rettungszentrum in Mannheim Friedrichsfeld

1. Spatenstich für gemeinsames Rettungszentrum von THW - Mannheimer und Freiwilliger Feuerwehr

Die GBG - Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH baut ein neues Rettungszentrum für den Ortsverband und die Geschäftsstelle des Technischen Hilfswerks Mannheim und die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld.

Das Investitionsvolumen für das neue Rettungszentrum beträgt rund 4 Millionen Euro. Nach der Fertigstellung, voraussichtlich im Dezember 2010, wird das Objekt von der GBG an die Stadt und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vermietet. Das Rettungszentrum wird nach den neuesten technischen Standards erbaut und verfügt über eine hochfunktionale Einrichtung, die den Erfordernissen von Rettungseinsätzen jeglicher Art Rechnung trägt.

Als ideale Quatierpartner können Technisches Hilfswerk und Feuerwehr die hochwertige, technische Ausstattung wie Funkmast, Kompressor- und Notstromanlage sowie die Inneneinrichtung wie Treppenhaus, Fahrstuhl, LKW-Waschplatz, Fahrzeugnutz- und Übungsfläche gemeinsam nutzen. Durch die verkehrsgünstige Lage nahe der Autobahn dient der Standort zudem als Koordinations- und Sammelpunkt auch für auswärtige Hilfstrupps, falls deren Einsatz im Ernstfall notwendig wird. Ziel der Zusammenlegung der Rettungsorganisationen unter einem Dach ist es, die geschaffene räumliche und technische Infrastruktur effizient zu nutzen und vor Allem die vorhandenen Kräfte zu bündeln und Synergie-Effekte zu erzielen.

Dieses Projekt ist für die Bürger der Stadt Mannheim und der Region von großer Bedeutung, weil mit dem neu entstehenden Rettungszentrum vom Technischem Hilfswerk und Freiwilliger Feuerwehr Friedrichsfeld es wieder gelingt, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Sicherheit zu geben.

Pressekontakt: GBG - Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH
Öffentlichleitsarbeit
Christian Franke

Rhein-Neckar-Zeitung, 02. November 2009

Kooperation fällt künftig leichter

env. Technisches Hilfswerk und Freiwillige Feuerwehr kommen in Mannheim künftig unter ein Dach. Im Stadtteil Friedrichsfeld soll das bundesweit erste kommunal finanzierte Rettungszentrum entstehen. Im Dezember 2010 könnten die Retter Einweihung in dem 4,2 Millionen Euro teuren Gebäude feiern.

Der nötige Umzug der Freiwilligen Feuerwehr aus einem historischen Gebäude im Friedrichsfelder Ortskern sei Impulsgeber gewesen. "Auf die Idee für ein Rettungszentrum sind wir da noch gar nicht gekommen", verriet Bürgermeister Christian Specht. Allerdings hatte sich parallel dazu auch das THW nach einem neuen Domizil umgesehen und war auch schon beinahe fündig – allerdings in der Seckenheimer Lorettokaserne, einem Bereich, der dem für Liegenschaften zuständigen Dezernenten gar nicht schmecken wollte: "Das ist eine wichtige Fläche für die städtische Innenentwicklung." So habe man versucht, "zwei suboptimale Bewegungen unter einen Hut zu bekommen." Gefunden wurde ein städtisches Grundstück direkt neben der Johanniter-Unfallhilfe und der Friedrichsfelder Sporthalle. "Diese räumliche Nähe spart nicht nur Kosten, sondern hilft uns auch, die Stärken der Hilfsorganisationen besser zu kombinieren", so Specht.

Außerdem sei man nun für Großschadensereignisse besser aufgestellt, da in der Sporthalle die Versorgung von Verletzten erfolgen könnte und beide Hilfsorganisationen durch die gute Anbindung an die A 656 ihren Einzugsbereich erweiterten.

Mannheimer Morgen, 15. Oktober 2009

Bald Baubeginn für neues Rettungszentrum

Friedrichsfeld: GBG errichtet 4,2-Millionen-Euro-Objekt für Technisches Hilfswerk und Freiwillige Feuerwehr neben dem bestehenden Gebäude der Johanniter
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Noch in diesem Jahr soll Baubeginn, im Dezember 2010 dann die Einweihung sein: In Friedrichsfeld entsteht am Saarburger Ring ein gemeinsames Gebäude für die dortige Freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk (THW), gleich neben dem bestehenden Haus der Johanniter. "Als neues Rettungszentrum wird das einer der wichtigsten Rettungs- und Versorgungsplätze Mannheims", kündigte Erster Bürgermeister Christian Specht gestern an.

"Schulterschluss" realisiert

Da das Areal nahe der Autobahn und direkt neben der Lilli-Gräber-Sporthalle liegt, könnten sich dort zum Beispiel von auswärts eintreffende Hilfsorganisationen sammeln oder die Menschen bei einem Massenanfall von Verletzten betreut werden - fernab der Innenstadt und der Industrie. "So sind wir auch für ein Großschadensereignis besser gerüstet", hob Specht hervor und freute sich, dass es gelungen sei, "in einem Kraftakt dieses innovative Modell zu realisieren". Besonders lobte er seinen Mitarbeiter Matthias Steffan, der das ungewöhnliche Projekt vorangetrieben habe: "Da mussten wir nämlich manche Register ziehen."

Für die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld, deren denkmalgeschütztes altes Gerätehaus im Ortskern viel zu klein ist, war nämlich schon ein anderer Standort angedacht. Das THW bereitete bereits seinen Umzug von der alten Autobahnraststätte an der Elsa-Brandström-Straße, das zum Gewerbegebiet werden soll, in die Lorettokaserne Seckenheim vor. Dieses Areal würde die Stadt aber lieber für attraktiven Wohnungsbau nutzen.

Dann kam die Idee auf, auf einem städtischen Grundstück neben den Johannitern "die Interessen zu bündeln und Synergien zu nutzen", so Specht. Erleichtert wurde das durch den "Schulterschluss", den die Hilfsorganisationen beim Maimarkt demonstrieren: "Dadurch sind die Kontakte noch enger geworden, daher nehmen uns die Johanniter mit offenen Armen auf", freute sich der Feuerwehrkommandant Thomas Schmitt. Das neue Gebäude sei nicht nur "ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit der Bürger", sondern bringe auch einen "Motivationsschub für die Ehrenamtlichen und die Jugendarbeit", ist sich Schmitt sicher. Das bekräftigte Kommandant Markus Behlau von der Friedrichsfelder Feuerwehr: "Wir sind sehr begeistert, der Standort hat nur Vorteile", sagte er. "Die Nebenkosten werden sinken, wir verbessern uns und sind für Jugendliche leichter per Nahverkehr erreichbar", ergänzte THW-Ortsbeauftragte Nicole Dudziak für die Ehrenamtlichen erfreut. Dabei räumte THW-Geschäftsführer Markus Jaugitz ein, dass seine, dem Bundesinnenminister unterstehende Organisation auch erst habe "umdenken müssen": "Aber wir dürfen nicht länger ein Eigenleben führen", betonte er. Ihm sei schon immer eine enge Zusammenarbeit wichtig gewesen.

Das wird nun erleichtert, Übungsflächen, der Fahrzeug-Waschplatz ebenso wie Treppenhaus und Fahrstuhl des neuen Gebäudes werden gemeinsam genutzt. Geplant hat es Architekt Horst Rienkens, Bauherr ist die GBG, die das 4,2-Millionen-Euro-Objekt errichtet und an die Stadt vermietet. Die Stadt zahlt zudem 400 000 Euro. Und die Wirtschaftsförderung freut sich, das bisherige THW-Gelände bald vermarkten zu können: "Wir haben zwei sehr konkrete Interessenten", so deren Leiter Otmar Schmitt.

Pressemitteilung der Stadt Mannheim, 14. Oktober 2009

Grünes Licht für neues Rettungszentrum in Mannheim

Freiwillige Feuerwehr und Technisches Hilfswerk ziehen an einen gemeinsamen Standort: Die Entscheidung zur Umsetzung des ‚Rettungszentrums Friedrichsfeld’ am Saarburger Ring 57-59 ist gefallen. Dort wird ein speziell nach den Bedürfnissen der beiden Hilfsorganisationen geplantes Gebäude entstehen.

Erster Bürgermeister und Dezernent für Feuerwehr und Katastrophenschutz Christian Specht verdeutlicht die Zielsetzung des Projekts: „Das neue Rettungszentrum wird einer der wichtigsten Rettungs- und Versorgungsplätze Mannheims: Dort werden nicht nur das Technische Hilfswerk und die Freiwillige Feuerwehr unter einem Dach vereint, auch die Johanniter Unfallhilfe und die Lilli-Gräber-Halle befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Diese räumliche Nähe spart nicht nur Kosten, sondern hilft uns auch, die Stärken der drei Hilfsorganisationen besser zu kombinieren.“ Bei eventuellen Großschadensereignissen mit vielen Verletzten ist z.B. vorgesehen, die Lilli-Gräber-Halle gemeinsam für die Erstversorgung zu nutzen. Dabei trägt die gute Verkehrsanbindung über die A656 dazu bei, den Einzugsbereich für die neue Einrichtung zu vergrößern.

Skizze des Rettungszentrums

Auch für die Wirtschaft bringe die Kooperation von Freiwilliger Feuerwehr und THW Vorteile, ergänzt Specht: „Nach Fertigstellung des neuen Rettungszentrums wird das THW sein altes Gebäude in der früheren Autobahn-Raststätte an der Elsa-Brändström-Straße räumen und so den Weg für neue Gewerbeansiedlungen im ehemaligen ‚Friedrichsfeld Service Center’ der US-Armee freimachen. Damit schaffen wir ein attraktives neues Gewerbegebiet auf schon bisher genutzten Flächen.“

Das jetzt vorgestellte Rettungszentrum löst die Raumnöte aller Beteiligten: Die Abteilung Friedrichsfeld der Freiwilligen Feuerwehr war bereits seit 2002 auf der Suche nach einer größeren Fahrzeughalle, als sie neue Löschfahrzeuge erhielt, für die der Platz in der alten Garage nicht mehr ausreichte. Auch das THW wollte schon länger seine Geschäftsstelle und den Ortsverband besser unterbringen. „Unser bisheriges Gebäude entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen des Technischen Hilfswerks“, bestätigt THW-Geschäftsführer Markus Jaugitz und ergänzt: „Durch die Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr bekommen wir jetzt schnell eine bedarfsgerechte neue Unterkunft.“ Auch die Anbindung an den öffentlichen Personen-Nahverkehr sei am neuen Standort optimal – ein wichtiges Argument für Mitarbeiter und Jugendarbeit der beiden Rettungsorganisationen.

GBG-Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier erläutert das Kooperationsmodell: „Die GBG wird das neue Rettungszentrum im Rahmen einer Public-Private-Partnership für die Freiwillige Feuerwehr und das Technische Hilfswerk bauen und es fest an die beiden Institutionen vermieten. Dazu wird die Stadt Mannheim für ein passendes Grundstück am Saarburger Ring zugunsten der GBG ein Erbbaurecht bestellen. So können wir schnell neue Räumlichkeiten zu günstigen Konditionen bereitstellen.“ Das Konzept des Rettungszentrums weist sowohl der Freiwilligen Feuerwehr als auch dem THW eigene Räumlichkeiten in dem neuen Gebäude zu, sieht aber auch gemeinsam genutzte Flächen vor, zum Beispiel Parkplätze, das Treppenhaus mit barrierefreiem Fahrstuhl oder den Fahrzeugwaschplatz im Hof. Das trägt zu einer Kostenersparnis für beide Einrichtungen bei. Auch eine eventuelle spätere Erweiterung der Nutzflächen ist möglich. Das neuartige Bau- und Finanzierungsmodell wurde von der für das THW-Gebäude zuständigen THW-Bundesleitung (Bonn) und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) genehmigt.

Pressekontakt: Stadt Mannheim
Medienteam: Dirk Schuhmann

Mannheimer Morgen, 09. Oktober 2009

Stadt baut für THW und Feuerwehr

Friedrichsfeld: Neues "Rettungszentrum" perfekt

Im Saarburger Ring in Friedrichsfeld wird ein neues "Rettungszentrum" entstehen. Unmittelbar neben dem bestehenden Gebäude der Johanniter errichtet die Stadt für die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld und den Ortsverband Mannheim des Technischen Hilfswerks (THW) einen gemeinsamen Standort.

Nach mehrmonatigen Verhandlungen haben die Bundesleitung des THW und das Bundesinnenministerium diesem in dieser Form außergewöhnlichen Projekt jetzt zugestimmt. Erster Bürgermeister Christian Specht, der die Pläne maßgeblich vorangetrieben hat, wird das Konzept in der nächsten Woche der Presse vorstellen. Mit dabei ist auch GBG-Geschäftsführer Wolfgang Bielmeier, denn die GBG wird das von Architekt Horst Rienkens geplante Gebäude als "Public-Private-Partnership" (PPP) errichten.

Die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld kämpft schon seit 2003 für einen Neubau, da ihr neues Löschfahrzeug nicht mehr in das alte, denkmalgeschützte Gerätehaus passt - es ist zu kurz. Das THW muss seine Unterkunft in der Elsa-Brändström-Straße an der Autobahn räumen, weil die Stadt dieses Areal zum Gewerbegebiet umwandeln will. So entstand die Idee für einen gemeinsamen Neubau.

pwr

Mannheimer Morgen, 08. April 2009

Stadt plant ein "Rettungszentrum"

Hilfsorganisationen: Gemeinsamer Neubau für Freiwillige Feuerwehr und THW neben den Johannitern in Friedrichsfeld vorgesehen
Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

"Super" - dieses Wort entfährt sofort Thorsten Ernst, Regionalvorstand der Johanniter, als er hört, welche neuen Nachbarn er bekommen soll: das Technische Hilfswerk (THW) und die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld. Für beide plant die Stadt einen gemeinsamen Neubau in der Saarburger Straße, direkt neben der "Saarburg", dem Sitz der Johanniter. "Auf diese Weise könnte dort ein gemeinsames Rettungszentrum entstehen", begründet Erster Bürgermeister Christian Specht die Idee.

Entstanden ist sie aus Raumnot: das THW muss seine seit 1986 genutzte Unterkunft in der Elsa-Brändström-Straße an der Autobahn räumen, weil die Stadt dieses Areal zusammen mit der Fläche der Amerikaner ja zum Gewerbegebiet umwandeln will. Die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld kämpft schon seit 2003 für einen Neubau, da ihr neues Löschfahrzeug nicht mehr in das alte, denkmalgeschützte Gerätehaus passt - es ist zu kurz. Das führt bereits zu dem Kuriosum, dass dieses Fahrzeug derzeit bei den Johannitern untergestellt wird.

Geld im Etat eingeplant
Zwar hatte man für den Feuerwehr-Neubau bereits ein Grundstück ausersehen, es dann wieder verworfen, erneut eine Alternative gefunden - "aber das wäre mitten in der Wohnbebauung und sehr eingeengt", so Thomas Schmitt, Kommandant der Mannheimer Feuerwehr. Auch beim THW zerschlug sich ein möglicher Standort in der Loretto-Kaserne.

Da Feuerwehr und Hilfsorganisationen ohnehin eng zusammenarbeiten und nach dem "Schulterschluss", dem gemeinsamen Auftritt beim Maimarkt 2008, noch mehr zusammenrückten, erwuchs daraus die Idee, auf dem 3041 Quadratmeter großen Grundstück, das der Stadt gehört, zusammen zu bauen - wenn die THW-Zentrale zustimmt.

Das Geld, 750 000 Euro, ist im städtischen Etat für dieses Jahr eingeplant. Inzwischen liegen auch bereits abgestimmte Raumpläne vor, nach denen Architekt Horst Rienkens im Auftrag der GBG, der Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft, schon einen Entwurf fertigte. Auf der Fahrzeughalle mit drei Plätzen für die Freiwillige Feuerwehr würden deren Aufenthalts-, Schulungs- und Garderobenräume entstehen, über der THW-Fahrzeughalle wären die Geschäftsstelle des THW und die Räume für deren Ehrenamtliche. Der Eingang würde ebenso gemeinsam genutzt wie die Haustechnik oder der dahinterliegende Parkplatz als Fläche für Übungen.

"Für die Feuerwehr alleine wäre das Grundstück neben den Johannitern zu groß, mit dem THW passt es perfekt", sagt Thomas Schmitt. Erster Bürgermeister Specht sieht darin "die Chance, eine Art Rettungszentrum einzurichten" - verkehrsgünstig bestens gelegen, unmittelbar in der Nähe der Autobahn, der Bahnstrecke und der Arena". In einem Katastrophenfall könne man dort Rettungskräfte sammeln, in der benachbarten Lilli-Gräber-Sporthalle etwa Menschen unterbringen, die irgendwo evakuiert werden müssen, oder einen Behandlungsplatz für den Massenanfall von Verletzten einrichten. "Wir haben hier die einzigartige Chance, uns mit diesem Projekt für die Risikovorsorge besser zu wappnen", hebt Specht hervor.

Das bestätigt Thorsten Ernst, der durch die neuen Nachbarn "viele mögliche Synergieeffekte bei Einsatz und Ausbildung" sieht: "Das festigt die ohnehin vorhandene Zusammenarbeit, insbesondere die bundesweite strategische Allianz zwischen Johannitern und THW", so Ernst. Von einer "großen Bereicherung für den Ortsverband" spricht Nicole Dudziak, Ortsbeauftragte des THW. Das besser an Radwege und Nahverkehr angebundene Gelände stärke sogar die umfangreiche Jugendarbeit des THW.

Pressebericht zur Außer-Dienst-Stellung des alten Löschfahrzeuges LF 8, 16. Juli 2008

Friedrichsfelder Gerätehaus (fast) leer.

Bereits vor zwei Jahren hat sich angekündigt was vergangene Woche eingetroffen ist: Das alte Löschgruppenfahrzeug LF 8 der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim, Abteilung Friedrichsfeld wurde außer Dienst gestellt. Bereits bei der letzten Untersuchung teilte der TÜV der Berufsfeuerwehr Mannheim mit, dass das Friedrichsfelder Fahrzeug die nächste Untersuchung wohl nicht mehr bestehen dürfte. Jetzt ging das Einsatzfahrzeug, mit 26 Dienstjahren auf dem Buckel, routinemäßig in die feuerwehreigene KFZ-Werkstatt auf der Käfertaler Wache - zur Vorbereitung auf den anstehenden Besuch beim TÜV. Nach der ersten groben Untersuchung wurde festgestellt, dass alleine der Materialbedarf für notwendige Reparaturen nicht mehr wirtschaftlich ist. Das Fahrzeug wurde augenblicklich außer Dienst gestellt. Ein Ersatzfahrzeug steht nicht zur Verfügung. Jedoch wird sich die Suche äußerst schwierig gestalten, da alle Mannheimer Löschfahrzeuge inzwischen zu groß sind, um im Friedrichsfelder Gerätehaus Platz zu finden.

Links das neue LF 8/6 aus dem Jahr 2005 und daneben das ausgemusterte LF 8, Baujahr 1982.

Den freiwilligen Kameraden steht damit nur noch ein Tanklöschfahrzeug, bereits mit einem Dienstalter von stattlichen 22 Jahren, zur Verfügung, dass mit maximal drei Mann besetzt werden kann. Das neue, moderne Löschgruppenfahrzeug LF 8/6, das ja eigentlich als Ersatz für das Alte gedacht ist und genauso neun Mann aufnehmen kann, steht wegen der bekannten Platzproblematik weiterhin auf dem Gelände der Johanniter Unfallhilfe. Im Alarmierungfall verlängert sich so die Einsatzzeit um mindestens 5 Minuten bis das Fahrzeug aus dem Saarburger Ring geholt wurde und die Mannschaft am Gerätehaus eingesammelt werden kann. Da zudem das Tanklöschfahrzeug regelmäßig zu Sicherheitswachen auf den Maimarkt geordert wird - wie gerade zuletzt während des Treffens der muslimischen Reformbewegung "Ahmadiyya" - befindet sich nun zeitweise kein einziges Einsatzfahrzeug mehr im Gerätehaus. Lediglich der Löschkarren der Jugendfeuerwehr und die Löschkutsche aus dem Jahr 1905 verhindern, dass die Halle vollständig leer steht, "nur leider haben wir weder Pferde noch einen Kutscher zur Verfügung. Außerdem ist die Deichsel vom Holzwurm zerfressen" merkt Pressesprecher Jochen Petzinger sarkastisch an.

Noch Anfang Mai 2008 hob Thomas Schmitt, der Leiter der Mannheimer Feuerwehr, die Abteilung Friedrichsfeld besonders hervor. Bei der Diskussionsrunde "Zur Sache" des Lokalsenders RNF zum Thema Einsatzzeiten lobte er die Kameraden: "sie liegen am Stadtrand, es ist etwas ländlicher strukturiert, und dort schafft es die Freiwillige Feuerwehr inzwischen gleichzeitig mit der Berufsfeuerwehr einzutreffen." Solche guten Einsatzzeiten, die ja auch die Sicherheit der Bürger erhöhen, gehören aber wohl erst einmal der Vergangenheit an.

Mannheimer Morgen, 27. Februar 2008
Etatserie: Löschboot und Gerätehaus sind gesichert - aber nicht alle Brandschützer komplett eingekleidet

Feuerwehr fehlt Geld für Schutzkleidung

Von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Flammender Appell von der Feuerwehr: Stadtbrandmeister Bernd Zingraff hat an die Parteien im Gemeinderat appelliert, den Etat für die Brandschützer aufzustocken. Zwar sind die Uniformierten enorm erleichtert, dass zwei seit Jahren drängende Probleme gelöst werden - ein neues Feuerlöschboot wird bestellt und die Abteilung Friedrichsfeld, die ihr Löschfahrzeug derzeit bei den Johannitern unterstellen muss, bekommt endlich ein neues Gerätehaus. Was jedoch fehlt, ist Geld für Schutzkleidung - wobei es um eine vergleichsweise kleine Summe geht.

97 200 Euro sind dafür im Etatentwurf vorgesehen, doch dieser Betrag wurde seit 2002 nicht mehr erhöht. Zingraff bittet in seinem Schreiben daher die Stadträte, "den Etatansatz um mindestens 40 000 Euro" aufzustocken. "Die Kosten sind ebenso enorm gestiegen wie die Standards der Arbeitssicherheit, dem trägt man bisher aber in keiner Weise Rechnung", ergänzt Karl F. Mayer, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes. So seien inzwischen Flammschutzhauben und Überhosen üblich, welche die Feuerwehrleute vor Hitze bewahren. Einen Mann einzukleiden, koste rund 1600 Euro - 30 Prozent mehr als vor sechs Jahren. Wegen neuer Normen werden bald auch neue, stabilere Helme fällig. "Der Stand der Technik schreitet voran, das geht ins Geld, aber es ist kein Geld da", beklagt auch Norbert Windecker, der stellvertretende Stadtbrandmeister.

"Das gibt Frust"
Zingraff verweist auch darauf, dass die Stadt aufgrund des Altersaufbaus bei der Berufsfeuerwehr sowie wegen der EU-Arbeitszeitrichtlinie zusätzliche Beamte habe einstellen müssen. "Auch die Jugendarbeit trägt verstärkt Früchte, immer mehr Jugendfeuerwehrleute treten mit 18 Jahren in den aktiven Dienst über", so Zingraff. Manche Ehrenamtliche scheiden aber, weil die berufliche Belastung zu groß wird, nach einigen Jahren auch wieder aus. So hatte die Feuerwehr 2007 zwei Grundlehrgänge mit 32 Teilnehmern durchführen müssen. Doch bei deren Einkleidung gebe es "vereinzelt Verzögerungen", beklagt der Stadtbrandmeister und bedauert: "Dies kann die Motivation gerade bei jungen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr beschädigen und die erfolgreiche Jugendarbeit wieder in Frage stellen." "Einige haben nur Sachen aus alten Beständen bekommen, das gibt Frust", weiß sein Stellvertreter Windecker. So wurden Einsatzmäntel aus dem "Gerätewagen Logistik" genommen, der eigentlich ausrückt, wenn die Feuerwehrleute verdreckt und durchnässt sind, damit sie vor Ort ihre Kleidung wechseln können und gleich wieder einsatzbereit sind.

Mayer sieht "ganz klar die Gefahr, dass ehrenamtlich engagierte Leute abspringen" und sein Stellvertreter Günter Zeller warnt: "Es kann nicht sein, dass manche Leute von der Ausstattung her weniger wert sind als andere, im Ernstfall müssen sie alle zusammen ins brennende Gebäude 'rein und gleich geschützt sein". Das verlange auch die Unfallversicherung.

Uniform nicht abschaffen
Mayer wendet sich zudem gegen Gedankenspiele, aus Kostengründen die blaue Uniform abzuschaffen. Zwar fährt mit ihr heute niemand mehr - wie noch bis Ende der 80er Jahre - in den Einsatz, aber nicht nur für Repräsentationstermine, sondern ebenso für Sicherheitswachdienste sei sie unverzichtbar: "Wir können nicht mit Stiefel, Strickjacke und T-Shirt ins Nationaltheater oder den Rosengarten, das schadet dem Ansehen der Feuerwehr".


Etatrede von OB Dr. Peter Kurz, 18. Dezember 2007 (Auszug)

Sicherheit und öffentlicher Raum

Die Themen Sicherheit und Gestaltung bzw. Sauberkeit des öffentlichen Raums sind für die Bevölkerung von besonderer Bedeutung. Statistisch ist eine außerordentlich positive Entwicklung hinsichtlich der Sicherheitslage in Mannheim zu verzeichnen. Entsprechend erfüllen uns die Personalreduktionen bei der Polizei mit Sorge. Insbesondere bei Sicherheitsempfinden müssen wir – sollten die Pläne so umgesetzt werden – mit Rückschlägen rechnen, wenn die sichtbare Präsenz reduziert wird. Auch vor diesem Hintergrund ist die Aufrechterhaltung des KOD vorgesehen. Der erhöhte Ansatz für Sanierung von Grünanlagen, die vorgesehene Neufassung der Plakatierungsrichtlinien und Neuordnung der Plakatierung, die fortschreitende Neugestaltung des öffentlichen Raums und die Sicherung der Qualität der Straßenreinigung sollen zu einer Verbesserung der Wahrnehmung des öffentlichen Raums und einer Attraktivierung beitragen.
Im Bereich der Feuerwehr konnten Investitionen berücksichtig werden, die schon geraume Zeit als Bedarf anerkannt worden sind. Auch durch die Verhandlungen meines Amtsvorgängers wird es möglich sein, das über 40 Jahre alte Feuerlöschboot zu ersetzen. Den voraussichtlichen Aufwand von 2,5 Mio. € haben wir in den Haushaltsjahren 2008 und 2009 berücksichtigt. Ihm stehen Zuschüsse in Höhe von 800.000 € der BASF, 100.000 € des Verbandes der Chemischen Industrie Rheinland-Pfalz, 500.000 € des Landes Rheinland-Pfalz und 750.000 € den Landes Baden-Württemberg gegenüber, so dass insgesamt Zuschüsse von 2,15 Mio. € zu erwarten sind. Gestern haben die Partner einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Weiter haben wir mit 2,8 Mio. € die Bedarfe bei Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen berücksichtigt und den Neubau des Feuerwehrhauses Friedrichsfeld vorgesehen. In der mittelfristigen Finanzplanung ist auch die Wiedererrichtung eines flächendeckenden Sirenennetzes vorgesehen. Die Personalmehrbedarfe auf Grund der notwendigen Reduzierung der Arbeitszeit auf 48 Stunden durch die EU-Rechtsprechung sind im Haushalt erstmals berücksichtigt.

PDF der Etatrede
Haushaltsentwurf 2008/2009 (xls-Datei)

Mannheimer Morgen, 01. Dezember 2007

Sechs Millionen Euro für Bauprojekte

Friedrichsfeld: Feuerwehrgerätehaus, Lilli-Gräber-Halle und Unterführung sollen im Etat 2008/2009 ihren Platz haben

Bei der Bezirksbeiratssitzung konnte Sitzungsleiter Bürgermeister Lothar Quast viel Erfreuliches berichten. So sollen die Projekte Feuerwehrgerätehaus, Dach der Lilli-Gräber-Halle und die verbreiterte Unterführung an der Platanenstrasse mit einem Rad- und Fußweg im Etat 2008/09 verwirklicht werden. Insgesamt wäre das ein Volumen von sechs Millionen Euro, welches in den nächsten Jahren hier investiert wird.

Für das Feuerwehrgerätehaus gibt es in der Edwin-Reiss-/Ecke Pfalzburger Straße ein geeignetes Baugrundstück, hier muss nur noch über die Art des Baus beraten werden. Der Chef der Mannheimer Feuerwehr, Thomas Schmitt, freute sich, dass die Dezernenten ihre Hausaufgaben gemacht hätten. Das neue Gerätehaus sei auch wichtig für den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr im Ort, das gäbe einen zusätzlichen Motivationsschub, so Schmitt. Dem konnten sich die anwesenden Bezirksbeiräte und Stadträte nur anschließen.

Unterführung wird saniert

Im Frühjahr 2008 werde mit der Umgestaltung der Bahnunterführung an der Platanenstrasse begonnen, so Christa Backhaus-Schlegel vom zuständigen Fachbereich Städtebau. In einem Gutachten war festgestellt worden, dass das Bauwerk stark sanierungsbedürftig ist. Nun soll im Zuge der Sanierung ein sicherer Rad- und Fußweg entstehen, da es sich hier auch um einen Schulweg handelt.

Während der etwa zweijährigen Baumaßnahme werde weitgehend eine Fahrspur offen gehalten, auch der Bus soll weiterhin fahren können. Vor allem der BDS hatte sich hierfür eingesetzt, da es sich um einen der Hauptzufahrtswege nach Friedrichsfeld handelt. Das gesamte Konzept der Maßnahmen wird noch in einer gesonderten Bürgerversammlung vorgestellt.

Dass das Dach der Lilli-Gräber-Halle dringend saniert werden muss, stehe außer Frage, so Herbert Friedrich vom Fachbereich Hochbau. Nach fast 20 Jahren sei es so marode, dass eine Generalsanierung notwendig sei. Derzeit ist man noch in Verhandlung mit der Versicherung bezüglich eines Hagelschadens. Notwendige Reparaturen wurden auch immer sofort ausgeführt, so Friedrich. "Das Dach ist derzeit dicht". Man werde versuchen, das Geld im nächsten Doppelhaushalt einzubringen.

-ion

Pressebericht zur Kampagneneröffnung des Friedrichsfelder Karneval-Abteilung "Die Schlabbdewel, 18. November 2007"

Friedrichsfelder Blauröcke als Retter in närrischer Not

Am Samstag, 17. November, eröffneten die Schlabbdewel im Bernhardushof die Fasnachtskampagne 2007/08. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Elmar Petzinger stellte sich jedoch heraus, dass keiner der Verantwortlichen Elferäte an den Orden gedacht hat um ihn nun der Öffentlichkeit vorzustellen. Das brachte Sitzungspräsident Matthias Baier in Rage und er drohte seinem Elferat: "Wenn jetzt nicht gleich ein Orden da ist, dann raucht's aber!". Kaum war die brandgefährliche Drohung ausgesprochen rückten die Friedrichsfelder Feuerwehrmänner mit Blaulicht und Martinshorn an um die angekündigte Verrauchung schon im Keim zu verhindern.

Einsatzleiter Jochen Petzinger lies den Bühnenbereich sofort absperren und sorgte so schnell für Ordnung im Saal. Auch der Elferrat musste sich von den Feuerwehrmännern kurzfristig auf die Bühne zurückdrängen lassen, "damit uns die seltsamen Leute da nicht noch närrisch werden". Nachdem das Publikum beruhigt wurde, teile Jochen Petzinger mit, dass man "ORDENlich viel Gefahrgut im Ort" gefunden habe und die Leitstelle mitgeteilt habe, hier im Bernhardushof wäre Fachpersonal, dass mit diesem Stoff umzugehen wüsste. Daraufhin ließ er einen seiner Feuerwehrmänner - Kommandant Markus Behlau, der in seiner vollen Chemikalienschutzausrüstung einem grünen Marsmännchen glich - samt einem Paket mit einer "teuflischen" Substanz in den Saal kommen. Aus dem Paket wurde dann der diesjährige Orden der Schlabbdewel ausgepackt.

Mit dem diesjährigen Motto "77 Jahre Stadtteil von Mannheim, doch die Feuerwache ist immer noch zu klein" wurde erneut ein politisches Thema in Friedrichsfeld verewigt. Bereits seit Jahren fordern die Wehrleute, und inzwischen auch Politiker aller Parteien, dass die örtliche Abteilung aus dem viel zu kleinen und maroden Gebäude in ein neues Gerätehaus umziehen muss.

Antrag der Gemeinderatsfraktions B90/Die Grünen, 02. Mai 2007

Feuerwehrgerätehaus Friedrichsfeld

Antrag: Der Hauptausschuss möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, die planerischen und baurechtlichen Voraussetzungen für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Mannheim-Friedrichsfeld vorzubereiten.

Begründung:
Das bisherige Feuerwehrgerätehaus wird den Nutzungsnotwendigkeiten nicht mehr gerecht. Für den Neubau eines entsprechenden Hauses gibt es bereits konkrete bauliche und Standortüberlegungen. Politische Willensbekundungen zur Berücksichtigung dieser Maßnahme im nächsten Haushalt liegen bereits auf breiter Ebene vor. Die Vorbereitung für eine schnelle Realisierung des Bauvorhabens zum jetzigen zeitpunkt soll die Umsetzung der Maßnahme beschleunigen.

zum Antrag im Ratsinformationssystem der Stadt Mannheim


Friedrichsfelder Wochenblatt, 27. April 2007

SPD: Planerische und baurechtliche Voraussetzungen für Feuerwehrgerätehaus schaffen

Die SPD-Gemeinderatsfraktion hat den Antrag gestellt, die planerischen und baurechtlichen Voraussetzungen für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Friedrichsfeld zu schaffen. Das bisherige Feuerwehrgerätehaus wird bekanntermaßen den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht. Für einen möglichen Neubau gibt es bereits konkrete bauliche und Standortüberlegungen. Stadtrat Dr. Stefan Fulst-Blei zufolge liegen politische Willensbekundungen zur Berücksichtigung dieser Maßnahme im folgenden städtischen Haushalt bereits auf breitester Ebene vor. Oberbürgermeister Kandidat Dr. Peter Kurz unterstützt ebenfalls eine zeitnahe Realisierung des Projekts. Fulst-Blei: "Unser Antrag soll nun dem Projekt eine realistische Perspektive eröffnen. Die Vorbereitungen des Bauvorhabens zum jetzigen Zeitpunkt soll die Umsetzung der Maßnahme nach Haushaltsbeschluss beschleunigen."

z.g.


Mannheimer Morgen, 19. März 2007

Wann kommt neues Gerätehaus?

FRIEDRICHSFELD: Jahreshauptversammlung der Feuerwehr
von unserer Mitarbeiterin Marion Schatz

"Wann kommt das neue Gerätehaus?" Diese Frage beschäftigte die Friedrichsfelder Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim auch bei ihrer Jahreshauptversammlung, zu der Abteilungskommandant Markus Behlau unter anderen etliche Vertreter aus der Kommunal- beziehungsweise Landespolitik begrüßen konnte.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Dieter Reichardt unterstrich bei dieser Gelegenheit noch einmal, dass die Landeszuschüsse von 150 000 Euro zum Abruf bereit stünden. SPD-Stadtrat und Fraktionschef Stefan Fulst-Blei versprach, dafür zu sorgen, dass die Stadt bis spätestens 2010 Geld für das neue Gerätehaus im Haushalt bereitstellt.

Grünen-Stadtrat und Oberbürgermeisterkandidat Wolfgang Raufelder ging sogar noch einen Schritt weiter. Der jetzige Haushalt habe so viel Überschüsse, dass die Grünen einen Antrag gestellt haben, von diesen Geldern mit der Planung für das Gerätehaus zu beginnen. "Nach so viel Diskussion muss endlich auch was zu sehen sein", so Wolfgang Raufelder.

Abschließend sagte auch Stadträtin Marianne Seitz die Unterstützung der Mannheimer CDU zu. Karl F. Mayer, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes, wandte sich danach direkt an die Politiker: "Nicht die Feuerwehr braucht das Gerätehaus - die Bürgerinnen und Bürger benötigen es, erst recht jetzt wo das neue Fahrzeug wieder in Käfertal steht und die Räumlichkeiten beginnen aus allen Nähten zu platzen." Auch die aktuelle Planung das neue Löschfahrzeug bei den Johannitern abzustellen, könne bestenfalls eine Notlösung sein.

Den Jahresbericht der Abteilung Friedrichsfeld trug Raffael Pehrs als stellvertretender Kommandant vor. Mit knapp über 9400 Stunden erreichte man 2006 nicht die Stundenzahl des Jubiläumsjahres 2005. Dafür wuchs die Abteilung: ein Wechsel von der Jugend und ein Neueintritt sorgten für eine Mannschaftsstärke von 25 Mann beziehungsweise. Frau. Die Jugend konnte ebenfalls einen Neueintritt verzeichnen.

Auch die Zahl der Einsätze erhöhte sich: 22 Mal rückten die Friedrichsfelder Floriansjünger in 2006 aus - 2005 waren es 18 Einsätze. Daneben unterstützte man das örtliche Vereinsleben beim Sommertags- und Martinszug sowie am Volkstrauertag. Nach längerer Pause nahm man auch wieder an der Fußball-Ortsmeisterschaft des FC Germania teil. Dem Bericht von Jugendwart Matthias Link folgte der von Markus Behlau stellvertretend abgegebene und nicht zu beanstandende Kassenbericht.

In den anschließenden Wahlen wurde Roland Manojlovic zum Kassenwart und Mitglied des Abteilungsausschusses, Jochen Petzinger und Robert Tews zu Kassenprüfern und Thorsten Gärtner in Abwesenheit zum Schriftführer gewählt.

Befördert wurde Zugführer Michael Boecker zum Brandmeister. Interne Ehrungen erhielten Sven Elässer für die meisten geleisteten Stunden, Robert Tews für sein Engagement in der Jugendabteilung und Jochen Petzinger für seine Arbeit mit der Homepage.


Friedrichsfelder Wochenblatt, 16. März 2007

Neues Gerätehaus bis 2010?

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfeld sucht Zukunftsperspektiven

Am 09.03. hatte die Abteilung Friedrichsfeld der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim zu ihrer jährlichen Jahreshauptversammlung eingeladen, zu der Fraktionschef Stefan Fulst-Blei und Bezirksbeirätin Irene Steinmann von der SPD, MdL Klaus-Dieter Reichert und Stadträtin Marianne Seitz von der CDU sowie der Oberbürgermeisterkandidat von Bündnis90/GRÜNE Wolfgang Raufelder erschienen. Seitens der Feuerwehr waren der Branddirektor Karl-Heinz Gremm als Vertretung der Amtsleitung, Karl F. Mayer und Peter Gegenwarth vom Stadtfeuerwehrverband sowie Stadtbrandmeister Bernd Zingraff und sein Stellvertreter Norbert Windecker anwesend.

Erfreut von der großen Anzahl an Gästen eröffnete Abteilungskommandant Markus Behlau die Sitzung im bis auf den letzten Platz besetzten Gerätehaus.

Danach übernahm Raffael Pehrs als stellvertretender Kommandant den Jahresbericht. Mit knapp über 9400 Stunden erreichte man 2006 nicht die Stundenzahl des Vorjahres. Allerdings war 2005 als Jubiläumsjahr darin auch kaum zu erreichen. Dafür wuchs die Abteilung: ein Wechsel von der Jugend und ein Neueintritt sorgten für eine Mannschaftsstärke von 25 Mann bzw. Frau. Die Jugend konnte ebenfalls einen Neueintritt verzeichnen. Ebenfalls erhöhte sich die Zahl der Einsätze: hatte man 2005 noch 18 Einsätze, rückten die Friedrichsfelder Floriansjünger 2006 22 mal aus. Hervorzuheben sind dabei der Hochhausbrand in Mannheim-Neckarstadt in der Neujahrsnacht, der Sturm im Mai der die Abteilung vom Nachmitag bis in die Nacht beschäftigte, der Brand einer Gartenhütte am Nordbahnhof und eine technische Hilfeleistung bei der Deutschen Bahn: aufgrund des heißen Sommers musste ein ganzer Güterzug mit Kalk befeuchtet werden, da der staubtrockene Kalk sonst fortgeweht wäre. Daneben unterstütze man das örtliche Vereinsleben beim Sommertags- und Martinszug sowie am Volkstrauertag. Nach längerer Pause nahm man auch wieder an der Fußball-Ortsmeisterschaft des FC Germania teil.

Direkt im Anschluss verlas Jugendwart Matthias Link seinen Bericht: er hob vor allem den Ausflug nach Stuttgart mit einem Besuch der dortigen Flughafenfeuerwehr hervor. Markus Behlau gab nun stellvertretend den Kassenbericht ab, der von den Kassenprüfern Jochen Petzinger und Robert Tews als fehlerfrei bestätigt wurde.

In den anschließenden Wahlen wurde Roland Manojlovic zum Kassenwart und Mitglied des Abteilungsausschusses, Jochen Petzinger und Robert Tews zu Kassenprüfern und Thorsten Gärtner in Abwesenheit zum Schriftführer gewählt. Befördert wurde Zugführer Michael Boecker zum Brandmeister. Interne Ehrungen erhielten Sven Elässer für die meisten geleisteten Stunden, Robert Tews für sein Engagement in der Jugendabteilung und Jochen Petzinger für seine Arbeit mit der Homepage.

Nun kam man endlich zum Tagesordnungspunkt „Neues Gerätehaus“, den die Politik eröffnete. Klaus-Dieter Reichert unterstrich nochmal die Tatsache, dass die Landeszuschüsse von 150.000€ zum Abruf bereit stehen und nur von der Stadt abzurufen sind. Stefan Fulst-Blei versprach dafür zu sorgen, dass die Stadt bis spätestens 2010 die Gelder im Haushalt bereitstellt. Wolfgang Raufelder ging noch einen Schritt weiter. Der jetzige Haushalt hat soviel Überschüsse, dass die Grünen einen Eintrag stellten, von diesen Geldern mit der Planung für das Gerätehaus zu beginnen. Den Gemeinderat hat dieser Antrag bereits passiert und liegt nun dem Hauptausschuss vor. „Nach soviel Diskussion muss endlich auch was zu sehen sein“ so Raufelder. Abschließend sagte auch Marianne Seitz die Unterstützung der Mannheimer CDU zu. Karl F. Mayer, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes wandte sich danach direkt an die Politiker: Nicht die Feuerwehr braucht das Gerätehaus – die Bürgerinnen und Bürger benötigen es, erst recht jetzt wo das neue Fahrzeug wieder in Käfertal steht und die Räumlichkeiten beginnen aus allen Nähten zu platzen. Auch die aktuelle Planung das neue LF bei den Johannitern – im Freien oder eventuell unter einem Zelt – abzustellen, kann bestenfalls eine Notlösung sein.

Nachdem unter Verschiedenes keine Wortmeldungen kamen beschloss Markus Behlau die Sitzung um halb neun.

jp


Antrag der Gemeinderatsfraktions B90/Die Grünen, 15. Februar 2007

Neubau Feuerwehrgerätehaus Friedrichsfeld

Antrag: Der Gemeinderat beschließt:

Im Stadtteil Friedrichsfeld wird umgehend ein Feuerwehrgerätehaus erstellt.

In den Hauptausschuss verwiesen.


Mannheimer Morgen, 7. Februar 2007

Neuer Löschwagen sucht dauerhaftes Zuhause

FRIEDRICHSFELD: Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Wehr muss THW-Gelände verlassen / Bald Platz im Ort? / Verhandlungen laufen
von unserem Redaktionsmitglied Ulrich Roth

"Die Friedrichsfelder brauchen keine Angst zu haben." Der Chef der Mannheimer Berufsfeuerwehr, Thomas Schmitt, ist zuversichtlich, dass die Ausquartierung des neuen Löschfahrzeugs der Freiwilligen Friedrichsfelder Wehr vom provisorischen Standort auf dem THW-Gelände in die Feuerwache-Nord nur wenige Wochen dauern wird. Sofern alles nach Wunsch verläuft, wird der Löschwagen sogar bald wieder einen geeigneten Stellplatz im Stadtteil finden.

Ein neues Gerätehaus wird es wegen der leeren städtischen Kassen zwar so schnell nicht geben, "aber wir verhandeln derzeit mit einem Grundstückseigentümer über ein geeignetes Gelände für unseren Wagen in Friedrichsfeld", antwortete der Feuerwehrchef auf Anfrage des "MM". Er hoffe, die Vertragsverhandlungen "zeitnah über die Bühne zu kriegen." Vorteil dieser, ebenfalls nur vorübergehenden Lösung: Der moderne Löschwagen wäre im Brandfall noch schneller im Ort als dies auf dem an der Autobahn Mannheim-Heidelberg gelegenen THW-Grundstück möglich war.

Dort war das Fahrzeug als Gast des Technischen Hilfswerks untergebracht worden, weil - wie berichtet - das alte und relativ kleine Feuerwehrhaus aus allen Nähten platzte und das Landesdenkmalamt eine mögliche Erweiterung des geschützten Gebäudes kategorisch abgelehnt hatte.

Das Bundesvermögensamt - ihm gehört das THW-Gelände - hat nun das den Brandschützern überlassene Areal weitervermietet, dem Vernehmen nach an eine Spedition. Daher war die "Versetzung" des Friedrichsfelder Löschwagens nach Käfertal unausweichlich geworden. Zumal dort ein Stellplatz zur Verfügung steht und eine technische Abteilung der Berufsfeuerwehr Wartungsarbeiten übernehmen kann.

"Das Fahrzeug hätten wir jetzt sowieso rund drei Wochen lang aus dem Verkehr gezogen, weil es kurz vor Ablauf der Gewährleistungsfrist beim Hersteller noch einmal auf Herz und Nieren überprüft werden muss", erklärte Thomas Schmitt. Zur Sicherheitslage im Stadtteil wies er darauf hin, dass es im Ort immer noch zwei einsatzbereite Löschfahrzeuge gebe.

Zudem rücke bei Einsätzen in Friedrichsfeld immer die Berufsfeuerwehr von der Feuerwache Süd als zusätzliche Unterstützung der örtlichen Kräfte aus. Schmitt: "Wir lassen die Bevölkerung ja nicht im Regen stehen." Dies gelte im Übrigen auch für die Politik, die schon seit Langem von der Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrhauses überzeugt sei. Es mangele halt nur am Geld. Diesem Mangel will der in Friedrichsfeld lebende Vorsitzende der Mannheimer SPD-Gemeinderatsfraktion, Dr. Stefan Fulst-Blei, im Doppelhaushalt 2008/2009 abhelfen: "Die Fraktion wird sich dafür einsetzen, dass das Gebäude im Etat berücksichtigt wird." Dass das Fahrzeug so bald wie möglich nach Friedrichsfeld zurückkehre, sei auch wichtig für das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger. Einen Schritt weiter geht Stadtrat Wolfgang Raufelder von den Grünen: Er tritt dafür ein, rasch außerplanmäßige Mittel für einen Neubau locker zu machen.


Mannheimer Morgen, 23. Oktober 2006

Bekenntnis zur Feuerwehr

Bürgermeister Kurz beim Ball: Ausnahme von der Sparvorgabe
von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

Die Berufsfeuerwehr bleibt auch weiter von den Personalkosten-Sparvorgaben der Stadtspitze ausgeschlossen, die Wiederbesetzungssperre freier Stellen wird hier nicht angewendet. Das sagte Bürgermeister Dr. Peter Kurz in Vertretung des Oberbürgermeisters beim "Fest der Feuerwehr" zu. "Unser Bekenntnis zur Feuerwehr gilt", unterstrich Kurz im Saal des Großkraftwerks in Neckarau.

Der Feuerwehrkommandant Thomas Schmitt hatte dort zahlreiche Gäste auch aus den Hilfsorganisationen begrüßt - nach einem musikalischen Willkommen durch das Polizeimusikkorps. "Happy Birthday" stimmten die Musiker dabei eigens für Lothar Nagel an, 1996 bis 2000 Schmitts Amtsvorgänger, der an diesem Abend im Kreis seiner Kollegen seinen 66. Geburtstag feierte. "Für ihn haben wir eigens das Fest vorverlegt", sagte Thomas Schmitt.

"Einen solchen Ball hat kein anderes Amt der Stadt", hob Bürgermeister Kurz hervor. Doch die Feuerwehr erfahre damit "Dank und Wertschätzung für vorbildliche Diensterfüllung und ehrenamtliches Engagement". Bei 3874 Einsätzen in 2005 und schon über 3200 im laufende Jahr sowie Sicherheitswachdienst bei 883 Veranstaltungen seien sie "Stress, Trauer, Leid und Gefahr" ausgesetzt, hätten "Kompetenz und Schlagkraft" bewiesen. Neben der Berufsfeuerwehr seien die rund 300 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren dabei eine wertvolle Stütze, eine "Bürgerinitiative im wahrsten Wortsinne", so Kurz. Man habe daher ein Grundstück für den Neubau des Gerätehauses Friedrichsfeld gesichert und werde das "spätestens im Doppelhaushalt 2008/09" realisieren", versprach der Bürgermeister. Dass die Stadt "trotz aller Sparnotwendigkeiten" zu ihrer Feuerwehr stehe, habe die Investition in die Leitstelle ebenso gezeigt wie der Verzicht auf die Wiederbesetzungssperre. Lediglich ein neues Feuerlöschboot könne "man nicht aus eigener Kraft stemmen" und verhandle weiter über eine regionale Kooperation.

Neben den Einsätzen lobte Kurz auch die "eindrucksvolle öffentliche Präsentation" der Feuerwehr, etwa beim "Tag der Helfer" oder beim Maimarkt. Doch das wiederum gehe nicht ohne Unterstützung der Wirtschaft, merkte Karl F. Mayer, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes, deutlich an. Mit seinem Stellvertreter Günter Zeller zeichnete er daher Rainer Hillenbrand von der Firma Total Ladenburg und Dieter Vogt von der Firma Sitec Bad Dürkheim als "echte Partner der Feuerwehr" mit dem erstmals verliehenen Fördererschild des Deutschen Feuerwehrverbandes aus. Bernhard Kunkel, der das Sportprogramm "Fit for Firefighting" so erfolgreich vorangetrieben hat, erhielt das Ehrenkreuz des Stadtfeuerwehrverbands.

Dann aber durften Einsätze und Sparzwänge vergessen, zu den Klängen der "Colorados" Tanzrunden eingelegt werden. Die beeindruckenden Dudelsackpfeifer der "Heidelberg District Pipes and Drums" spielten mit Recht "ein schöner Tag", und Sängerin Tamara Pusch stimmte "Simply the Best" an - "das passt doch auf alle Feuerwehrmänner", meinte sie.


Mannheimer Morgen, 06. Oktober 2006

Kämmerer Specht: Der Stadt steht das Wasser bis zum Hals

FRIEDRICHSFELD: Bürgergespräch der CDU-Fraktion im Bernhardushof / Neuer Kaufmann stellt sich vor
von unserem Redaktionsmitglied Ulrich Roth

Mannheim hat kein Geld. Viele wünschenswerte Sanierungs- oder Neubauprojekte kommen daher nicht sofort zum Zug und müssen in vielen Fällen bis zum Ende des Jahrzehnts auf ihre Verwirklichung warten - wenn es gut läuft. Friedrichsfeld macht hierbei keine Ausnahme. Deutlich wurde dies beim Bürgergespräch, zu dem die CDU-Gemeinderatsfraktion in den Bernhardushof eingeladen hatte.

"Uns steht das Wasser bis zum Hals", dämpfte Finanzbürgermeister Christian Specht allzu optimistische Erwartungen. Jahrelang habe die Stadt über ihre Verhältnisse gelebt. Zur Zeit gehe es darum, die Zwangsverwaltung des städtischen Haushalts durch das Regierungspräsidium abzuwenden. "Wir müssen uns erst einen soliden finanziellen Spielraum erarbeiten, um Platz für Investitionen zu bekommen", betonte der Bürgermeister.

Neben Kämmerer Specht stellten sich Bürgermeister Rolf Schmidt, die Stadträte Richard Karl und Marianne Seitz, Konrad Schlichter, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, und Klaus Kispert vom Rathausfachbereich Wirtschafts- und Strukturförderung den Fragen der Besucher.

Die Einkaufssituation im Stadtteil beleuchtete Konrad Schlichter. Die Lage jenseits der Grenzen Friedrichsfelds mache besonders den örtlichen Einzelhändlern und möglichen Investoren große Sorgen, sagte er und verwies auf starke Konkurrenz durch den Real-Markt in Neu-Edingen sowie Aldi, Lidl und einen Getränkemarkt im Gewerbegebiet. Deshalb sei es wichtig, so der Kommunalpolitiker weiter, über das Zentrenkonzept die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Ein wichtiger Faktor beim Einkauf seien Preis und Qualität der Ware und die Möglichkeit, Einkäufe unter einem Dach zu erledigen, erklärte Schlichter. Als ein großes Glück für Friedrichsfeld bezeichnete es Klaus Kispert, mit Franzjosef Mindl einen erfahrenen Einzelhandelskaufmann als Nachfolger für den vor der Schließung stehenden "Kauftreff" gefunden zu haben (der "MM" berichtete). Bereits kurz nach dem Bekanntwerden der Schließungspläne hatte Kisperts Fachbereich den Kontakt zu Mindl hergestellt. "Kunden sind für mich keine Nummern", versprach der Kaufmann, den Servicegedanken in seinem neuen Geschäft an der Vogesenstraße hochzuhalten. Mindl, der unter anderem auf sein enormes Warenangebot mit 9000 Artikeln aller Handelsmarken hinwies, freute sich besonders, dass es ihm gelungen sei, zehn ehemalige "Kauftreff"-Arbeitsplätze zu erhalten.

Klaus Seiler, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Friedrichsfelder Vereine, mahnte, die Lilli-Gräber-Halle nicht verkommen zu lassen. Die jüngsten Dachreparaturen (die Stadt hatte 5000 Euro als Notmaßnahme zur Verfügung gestellt) hätten nichts gebracht. Seiler: "Es regnet immer noch durch." Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr sprachen den nächsten Friedrichsfelder "Dauerbrenner" an: den seit Jahren - nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen - geforderten Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Im Industriegebiet, gab ein Vertreter der Blauröcke bekannt, habe man zusammen mit der Stadt ein Grundstück ins Auge gefasst: "Hier sind wir also einen Schritt weiter auf dem Weg, als Nächstes müssen die Kosten geschätzt werden." Ein Vorstandsmitglied des Vereins Historische Eisenbahn, bot der Feuerwehr an, mit dem neuen Löschwagen - für das alte Gerätehaus ist er zu lang - vorübergehend auf das Vereinsgelände auszuweichen. Einige weitere Themen des Abends: Forderung nach Parkscheinen weil Dauerparker Platz vor Geschäften blockieren, die fehlende Überdachung vor der Friedhofskapelle, mangelnder Lärmschutz an den Bahnstrecken (Alteichwald), Sanierung der GBG-Häuser am Bischweiler Ring (ist in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen), sowie die überalterte Straßenbeleuchtung in der Vogesenstraße. Ein Bewohner der Neudorfstraße machte darauf aufmerksam, dass die Böschung an der Bahnstrecke bei starkem Regen auf 60 Meter regelmäßig ins Rutschen komme.


Mannheimer Morgen, 06. Oktober 2006

Vom neuen Lebensmittelmarkt bis zur Lilli-Gräber-Halle

FRIEDRICHSFELD: SPD-Gemeinderatsfraktion lud zum Stadtteilrundgang ein / Musikverein renoviert Schwesternhaus

Zu einem Stadtteilrundgang hatte die SPD-Gemeinderatsfraktion zusammen mit dem Ortsverein eingeladen. Stadtrat Dr. Stefan Fulst-Blei konnte dazu neben seinen Stadtratskollegen Marianne Bade und Ralf Eisenhauer auch den Landtagsabgeordneten Dr. Frank Mentrup, die Ortsvereinsvorsitzende Stefanie Buselmaier, Bezirksbeiräte, den BDS-Vorsitzenden Dietmar Clysters sowie zahlreiche Vereinsvertreter und interessierte Bürger begrüßen.

Das Thema Kauftreff hat sich ja inzwischen zum Glück zum Guten gewendet, denn mit dem Lebensmittelkaufmann Franz Josef Mindl konnte ein Nachfolger gefunden werden, der das Geschäft unter dem Namen "Frischemarkt Mindl" nahtlos weiterführt. Er erläuterte den Anwesenden sein Konzept. So werde er nach und nach den Laden wieder freundlicher und einladender gestalten. Sein Hauptaugenmerk lege er auf das Thema Frische, es werde einen großen Bereich mit frischem Obst und Gemüse geben, außerdem werde das Sortiment erweitert und den Bedürfnissen der Kunden angepasst. Der Kunde solle sowohl günstige Discountprodukte als auch höherpreisliche Markenware im Markt vorfinden. Im Übrigen will der neue Betreiber immer vor Ort sein um so sofort auf Kundenwünsche reagieren zu können und auch immer ansprechbar zu sein. Die Metzgerei Ebert bleibt, hinzu kommt die Bäckerei Kohlmann, die hier auch ein kleines Stehcafe einrichten will.

Weiter ging es danach in Richtung ehemaliges Schwesternhaus der katholischen Kirchengemeinde. Dort möchte gern der Musikverein seine Probenräume einrichten. Musikvereinsvorsitzender Jochen Doll und Jürgen Skarke von der katholischen Kirchengemeinde erläuterten das Projekt. So soll das Schwesternhaus vom Musikverein für etwa 200 000 Euro renoviert und saniert werden, im Gegenzug wird es die Kirchengemeinde dem Musikverein für eine gewisse Anzahl von Jahren kostenfrei überlassen. Die derzeitigen Probenmöglichkeiten sind aufgrund der Größe des Orchesters zu eng, eine gute Jugendarbeit ist fast nicht mehr möglich. Mit dem neuen Domizil fast in der Ortsmitte wäre auch eine gute Jugendarbeit gewährleistet. Mentrup regte an, doch auch noch andere Vereine mit ins Bot zu nehmen, um gegenüber der Stadt bezüglich möglicher Zuschüsse eine bessere Argumentationsmöglichkeiten zu haben.

Abteilungskommandant Markus Behlau von der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfeld stellte danach das angedachte Gelände für das neue Feuerwehrgerätehaus an der Ecke Pfalzburger-/Edwin-Reiss-Straße vor. Das Gelände befindet sich in städtischem Besitz und könnte für den Neubau genutzt werden. Da es sich hier um ein Mischgebiet handelt, wäre auch die Belästigung für die Anwohner nicht so stark. Hier merkten sowohl Dr. Mentrup als auch Dr. Fulst-Blei an, dass das Thema Feuerwehrgerätehaus im Gemeinderat hinlänglich bekannt sei. Vor allem auch im Hinblick auf die zu erwartenden Landeszuschüsse und wegen der dringenden Notwendigkeit müsse man hier versuchen, bald eine Lösung zu finden.

Letzte Station des Rundgangs war die Lilli-Gräber-Halle. Hier erläuterte der Vorsitzende der IGF Klaus Seiler die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten am Dach, um den Wassereintritt zu stoppen. Auch hier sagten die städtischen Vertreter ihre Unterstützung im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu. Im Anschluss an den offiziellen Teil des Rundgangs bestand dann noch die Möglichkeit zu einem Meinungsaustausch mit den Gemeinderäten beim anschließenden Abschlussgespräch.

-ion

Friedrichsfelder Wochenblatt, 15. September 2006

Reichardt fordert Unterstützung von OB Widder

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, lieber Herr Widder,

zusammen mit dem Vorsitzenden der CDU Friedrichsfeld, Herrn Prof. Stefan Hilbert, besuchte ich heute die Feuer der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfeld. Das Feuerwehrhaus im Stadtteil befindet sich baulich in erbärmlichem Zustand. Gegenüber den Vorjahren, als ich etwa zusammen mit Herrn Kollegen Lothar Mark MdB vor Ort war, hat sich der Zustand deutlich verschlechtert.

Sie wissen um den Wunsch aus dem Stadtteil Friedrichsfeld, dass hier ein entsprechender Bau neu gestaltet wird. Hier haben sich auch die Fraktionen im Gemeinderat und die örtlichen Parteien übereinstimmend zu meiner Initiative geäußert.

Und Sie wissen ebenfalls, dass das Land Baden-Württemberg gerade in der Stadt Mannheim nachhaltig Förderung immer wieder mit Nachdruck einsetzte.

Es gilt jetzt, dem Stadtteil Friedrichsfeld eine Perspektive zu eröffnen, bis wann ein Bau realisiert werden kann. Wenn ich höre, dass trotz klaren politischen Wunsches aus dem Stadtteil bisher keine Vorkehrungen der Verwaltung getroffen sind, kann ich das nur für ein schlechtes Gerücht halten. Ansonsten müsste man sich ja fragen, ob in der Stadt Mannheim Politik Verwaltungshandeln auslöst (wie es richtig ist) oder ob tatsächlich Verwaltung bestimmt, was politisch geschieht (was falsch wäre).

Ich bitte Sie daher öffentlich, persönlich tätig zu werden und sich des Anliegens Friedrichsfelds, das mir heute mit Nachdruck vorgetragen wurde, anzunehmen. Diese Bitte äußere ich auch in Abstimmung mit dem Vorsitzenden der CDU Friedrichsfeld, Prof. Hilbert.

Friedrichsfeld ist ein in seinen Wünschen gegenüber der Stadt sehr bescheidener, zurückhaltender Stadtteil. Umso mehr rate ich an, dem Wunsch nachzukommen, möglichst zeitnah ein angemessenes Feuerwehrhaus in Friedrichsfeld zu realisieren.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Klaus Dieter Reichardt
Landtagsabgeordneter

Mannheimer Morgen, 15. September 2006

Gerätehaus würde helfen

FRIEDRICHSFELD: Viele Gäste bei der Freiwilligen Feuerwehr Zum Tag der offenen Tür hatte auch in diesem Jahr die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld eingeladen. Bei herrlichem Spätsommerwetter waren viele Gäste in die eigens abgesperrte Mülhauser Straße gekommen. Sie konnten fröhlich feiern. Für das leibliche Wohl war wieder einmal bestens gesorgt. Und auch ein Programm unterhielt die Besucher. Waren die Freiwilligen in früheren Jahren hauptsächlich dazu da, die Berufsfeuerwehr zu unterstützen, so übernehmen sie heute immer mehr auch eigenverantwortliche Aufgaben. Wie vielfältig die sind, das konnte man an einer großen Tafel mit zahlreichen Fotos sehen, welche die Jugendgruppe unter der Leitung ihres Jugendgruppenleiters Mathias Link zusammengestellt hatte.

Die Feuerwehr ist nicht nur zuständig wenn es brennt. Sie hat auch noch viele andere Aufgaben. Kurios war beispielsweise ein Einsatz im heißen Sommer, als ein Zug gewässert werden musste, weil dessen Ladung so sehr ausgetrocknet war, dass sie ansonsten in alle Winde verweht worden wäre. Zu sehen war auch eine geborstene Gasflasche, die beim Brand eines Gartenhäuschens zu Tage kam. Dazu kommen Gefahrgutunfälle oder auch Einsätze bei Unwetter. Auch die Zahl der Einsätze erhöht sich kontinuierlich, wie Kommandant Markus Behlau und Pressesprecher Thorsten Gärtner berichteten. Waren es im Jubiläumsjahr 2005 noch 18 Einsätze bei 14 Alarmierungen, so sind es in diesem Jahr bis jetzt schon 20 Einsätze. "Und das Jahr ist ja noch lange nicht vorbei", so der stellvertretende Kommandant Raffael Pehrs.

Es ist zwar erfreulich, dass die Freiwillige Feuerwehr zu immer mehr Einsätzen herangezogen wird und teilweise auch schon einmal die Einsatzleitung übernimmt, so bleiben die Feuerwehrmänner und -frauen auch praktisch in Übung. Doch nach wie vor fehlt für den optimalen Einsatz ein neues Gerätehaus, klang Kritik an. "Wir könnten viel schneller am Einsatzort sein, wenn wir auch direkt beim Einsatzfahrzeug in Rufbereitschaft wären, denn damit geht kostbare Zeit verloren", so Markus Behlau. Es gibt ja auch schon ein Gelände im Gewerbegebiet, welches in Frage käme, allein derzeit herrscht "Funkstille" bei den zuständigen Stellen.

Die Gäste indessen hielten ihrer Feuerwehr wieder einmal die Treue. Vor allem die Kinder hatten ihren Spaß. Die Jugendfeuerwehr hatte sich bestens vorbereitet, besonders stark war natürlich der Andrang beim Löschen, aber auch die großen Einsatzfahrzeuge machten auf die kleinen Besucher (und natürlich auch die großen) mächtig Eindruck. Übrigens, die Jugendfeuerwehr freut sich immer über Nachwuchs, Jungs und Mädchen ab etwa zehn Jahren sind jederzeit willkommen.

-ion

Mannheimer Morgen, 15. März 2006

Wehrproblem gemeinsam lösen

Friedrichsfeld. Zur Lösung der eklatanten Platzprobleme im Friedrichsfelder Feuerwehrgerätehaus fordert jetzt die SPD-Fraktion im Mannheimer Gemeinderat die CDU "zum gemeinsamen Handeln" auf. Der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Dr. Frank Mentrup, zeigt sich gegenüber unserer Zeitung erfreut über die neueste Pressemitteilung der CDU zum Thema Feuerwehrhaus. Mentrup: "Wenn die CDU es ernst meint mit ihrem Engagement, sollte es gelingen, das Problem zeitnah zu Gunsten der Feuerwehrleute in Friedrichsfeld im Haushaltsausschuss zu lösen".

Wie berichtet hatte die CDU darauf hingewiesen, dass ihre Ratsfraktion die Verwaltung dazu aufgefordert habe, den Gemeinderat über die Errichtung eines Ersatzgebäudes für das alte Gerätehaus zu informieren und alternative Modelle zur Finanzierung zu präsentieren.

Unterstützung erhält Mentrup von der SPD-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidatin Helen Heberer und Stadtrat Dr. Stefan Fulst-Blei: "Diejenigen, die bereit sind, viele Stunden ehrenamtlich für unser Gemeinwesen zu arbeiten, müssen angemessene Arbeitbedingungen haben." Es gehe es an dieser Stelle nicht um Luxus, sondern um eine funktionierende Sicherheitsinfrastruktur. Wichtig sei nun, dass auch die CDU sich stärker einsetze, um eine breite politische Unterstützung zu sichern.

Ro/zg

Mannheimer Morgen, 10. März 2006

Feuerwehrhaus: CDU wehrt sich

FRIEDRICHSFELD: Kritik an Äußerungen der Sozialdemokraten

Als "überflüssiges Wahlkampfgetöse" bezeichnet die Mannheimer CDU-Gemeinderatsfraktion die Stellungnahme der SPD zur Situation des Feuerwehrgerätehauses in Friedrichsfeld (der "MM" berichtete). SPD-Stadtrat Dr. Stefan Fulst-Blei hatte die Weigerung der CDU, die Hebesätze für die Gewerbe- und Grundsteuer auf das alte Niveau von 2002 wieder anzuheben, dafür verantwortlich gemacht, dass in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt keine Mittel für das Projekt eingestellt worden sind.

In einem Schreiben an den "MM" vermutet nun die CDU, dass Fulst-Blei und Stadträtin Helen Heberer "wohl weder den Etatentwurf der Verwaltung gelesen noch in der Gemeinderatssitzung richtig aufgepasst haben." Man habe nämlich leicht feststellen können, dass im Haushaltsentwurf trotz geplanter Steuererhöhungen kein Neubau vorgesehen sei. Im Übrigen, argumentiert die CDU weiter, hätten dem Oberbürgermeister zu den Etatberatungen drei ähnlich gelagerte Anträge von den Grünen, der SPD und der CDU vorgelegen. Der von den Stadträten Marianne Seitz, Richard Karl, Dorothea Beetz und Peter Pfanz-Sponagel unterzeichnete Antrag der CDU-Ratsfraktion habe die Verwaltung dazu aufgefordert, den Gemeinderat über die Errichtung eines Ersatzgebäudes für das alte Gerätehaus zu informieren und alternative Finanzierungsmodelle vorzulegen. Daraufhin habe der OB einen Bericht zugesagt. "Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Freiwillige Feuerwehr eine Finanzierung ihres Gerätehauses im Wege einer Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuer haben möchte", schreibt CDU-Fraktionschef Carsten Südmersen.

Ro/zg

Mannheimer Morgen, 2. März 2006

Kein Geld für Feuerwehrhaus

Friedrichsfeld. "Mit großem Bedauern" reagieren die SPD-Stadträte Helen Heberer und Dr. Stefan Fulst-Blei sowie der Sprecher der SPD im Bezirksbeirat, Karl Sommer, auf den Entschluss des Mannheimer Gemeinderats, die Entscheidung über das Feuerwehrgerätehaus in Friedrichsfeld zurückzustellen. Oberbürgermeister Gerhard Widder hatte auf fehlende Mittel in der mittelfristigen Finanzplanung verwiesen. Dies sei nach Stadtrat Dr. Fulst-Blei eine unmittelbare Folge der Weigerung der CDU, die Hebesätze für die Gewerbe- und Grundsteuer auf das alte Niveau von 2002 wieder anzuheben. Damit fehlten ab 2008 die notwendigen Mittel für Investitionen. Fulst-Blei: "Die CDU hat der Bürgerschaft hier einen Bärendienst erwiesen." Das Nachsehen habe hierbei das Ehrenamt, die Freiwillige Feuerwehr in Friedrichsfeld, die weiter unter schwierigen Bedingungen ihren Dienst für die Allgemeinheit leiste. Die SPD will den Neubau jedoch weiter mit Nachdruck verfolgen, so unterstrich noch einmal Stadträtin Helen Heberer die Haltung der Sozialdemokraten in dieser Frage.

zg

Antrag der CDU-Gemeinderatsfraktions, 20. Februar 2006

Feuerwehrgerätehaus Friedrichsfeld

Antrag: Der Gemeinderat möge beschließen:

Die Verwaltung informiert den Gemeinderat über die Errichtung einer Ersatzbaumaßnahme für das alte Feuerwehrgerätehaus Friedrichsfeld. Dem Gemeinderat werden hierzu Finanzierungsmodelle vorgelegt.

zum Antrag im Ratsinformationssystem der Stadt Mannheim

Ein schriftlicher Bericht/Vorlage wurde zugesagt. (Anmk.: Eine Realisierung wird weder 2006 noch 2007 durchgeführt)


Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktions, 17. Februar 2006

Neubau Feuerwehrgerätehaus Friedrichsfeld

Antrag: Der Gemeinderat möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, einen Kosten- und Realisierungsplan für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr in Mannheim-Friedrichsfeld zu erstellen, um mit dem Bau in den Haushaltsjahren 2006/2007 beginnen zu können.
Als möglicher Standort ist dabei das Gewerbegebiet Mannheim-Friedrichsfeld anzustreben.

zum Antrag im Ratsinformationssystem der Stadt Mannheim

Ein schriftlicher Bericht/Vorlage wurde zugesagt. (Anmk.: Eine Realisierung wird weder 2006 noch 2007 durchgeführt)


Mannheimer Morgen, 16. Februar 2006

Von der Bildungspolitik bis zum Spritzenhaus

FRIEDRICHSFELD: Wissenschaftsminister Frankenberg zu Besuch beim CDU-Ortsverband
von unserem Redaktionsmitglied Tobias Grauheding

Dem klassischen Studentenalter waren sie zwar längst entsprungen. Dennoch wollten die 25 Zuhörer im Nebensaal des Restaurants "Friedrichsfelder Hof" von Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) hören, was es im baden-württembergischen Hochschulsystem Neues gibt.

Ganz alleine und ohne jegliches Aufsehen schneite er plötzlich in die Versammlung hinein, nachdem der CDU-Ortsvorsitzende Stephan Hilbert gleich zu Beginn die mehr als einstündige Verspätung des Ministers angekündigt hatte. Die Zwischenzeit nutzte der Seckenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Dieter Reichardt für Werbung in eigener Sache. Doch kaum war er im Raum, kam der Minister zur Sache und fing an, aus dem Stegreif über Bildungspolitik zu sprechen.

Gemäß dem Landtagswahlkampf vor Ort strich Frankenberg zunächst die hohe Qualität der Mannheimer Hochschulen heraus: "In den Wirtschaftswissenschaften ist die hiesige Universität die beste Deutschlands", sagte er und sparte auch nicht an Lob für die Berufsakademie. Aufgrund des Fächerangebotes gebe es in Mannheim allerdings zu wenige Existenzgründungen aus den Hochschulen heraus. Wirtschaftswissenschaftler, Juristen und Co. starteten nach ihrem Abschluss nur äußerst selten mit einer eigenen Firma ins Berufsleben. In Karlsruhe sei das ganz anders, da dort viele technische Studiengänge angeboten werden. Generell müssten aber viel mehr junge Menschen, insbesondere Frauen, dazu gebracht werden, Ingenieur-Berufe zu erlernen, um einen Fachkräftemangel zu vermeiden. Gleichzeitig sollte nach Meinung des Ministers die Zahl der Studienplätze in Baden-Württemberg in den nächsten Jahren weiter angehoben werden, da mit einem Bevölkerungsrückgang nicht zu rechnen sei.

Neben der Bildungspolitik kam Frankenberg vor allem auf den Länderfinanzausgleich zu sprechen. Von Ostdeutschland malte er dabei ein arg düsteres Bild mit "entvölkerten Dörfern" und "ganzen Straßenzügen, die da am verfallen sind". Viel zu stark würden die Transferzahlungen den baden-württembergischen Haushalt belasten. Mit Blick auf die Landtagswahl am 26. März glaubt Frankenberg an einen CDU-Sieg mit "eher 45, als mit den zuletzt prognostizierten 49 Prozent". Den Wahlkreis im Mannheimer Süden zu gewinnen dürfte kein Problem sein. Sieges-Chancen habe die CDU trotz aller "Großstadtprobleme bei Wahlen" aber auch im nördlichen Mannheimer Wahlkreis. "Niemand kann verantworten, dass Ute Vogt an die Macht kommt", warb der Minister für den Gewinn möglichst vieler Direktmandate im Land.

Das würde natürlich auch Klaus Dieter Reichardt freuen, der seinen Wahlkreis 36 (Mannheim II) verteidigen will. Vor Frankenbergs Auftritt kam er in Friedrichsfeld bei der vom CDU-Ortsverband organisierten Wahlkampfveranstaltung auch auf einzelne lokalpolitische Themen zu sprechen. Beispielsweise sei das Land zur finanziellen Förderung eines Gerätehaus-Neubaus für die Friedrichsfelder Feuerwehr bereit. Zunächst sei aber die Stadt mit der konkreten Planung für das neue Spritzenhaus an der Reihe.


Mannheimer Morgen, 16. Februar 2006

"Die Feuerwehr braucht Perspektive"

FRIEDRICHSFELD: Sozialdemokraten drängen auf Lösung für Gerätehaus

Die Mannheimer SPD-Gemeinderatsfraktion will bei den laufenden Haushaltsberatungen weiter auf eine Lösung für das Feuerwehrgerätehaus in Friedrichsfeld drängen. "Das alte Gerätehaus entspricht nicht mehr den Anforderungen", so Fraktionschef Dr. Frank Mentrup in einem Schreiben an den "Mannheimer Morgen".

Dies gelte, so Mentrup weiter, nicht nur mit Blick auf die für moderne Einsatzfahrzeuge unzureichenden Garagen, sondern auch hinsichtlich der Mannschaftsräume. Der SPD sei klar, dass in Anbetracht der schwierigen Haushaltslage die Umsetzung eines Neubaus nicht leicht zu realisieren sei. Dem Friedrichsfelder Stadtrat Dr. Fulst-Blei zufolge ist es aber Ziel, den Feuerwehrleuten vor Ort mindestens mittelfristig eine Perspektive zu bieten. Eine entsprechende Berücksichtung fordern die Sozialdemokraten für die Aufstellung des Haushalts. Zunächst müsse die Stadt allerdings endlich die geforderten Planungszahlen vorlegen.

Die Sozialdemokraten hatten sich mit ihrer Kreisvorsitzenden Helen Heberer bereits früh für die Friedrichsfelder Feuerwehr stark gemacht. Es gelte sowohl die öffentliche Sicherheit im Ort zu gewährleisten als auch dem ehrenamtlichen Engagement zeitgemäße und unterstützende Arbeitsbedingungen zu schaffen, so Heberer gegenüber unserer Zeitung.

zg


Antrag der Gemeinderatsfraktions B90/Die Grünen, 14. Februar 2006

Feuerwehrgerätehaus Friedrichsfeld

Antrag: Der Gemeinderat beschließt:

Die Verwaltung zeigt dem Gemeinderat auf, wie eine frühere Umsetzung der Baumaßnahme "Feuerwehrgerätehaus Friedrichsfeld" noch in diesem Doppelhaushalt erfolgen kann.

zum Antrag im Ratsinformationssystem der Stadt Mannheim

Ein schriftlicher Bericht/Vorlage wurde zugesagt. (Anmk.: Eine Realisierung wird weder 2006 noch 2007 durchgeführt)


Friedrichsfelder Wochenblatt, 14. Oktober 2005

Schritt in Richtung Feuerwehrgerätehaus?

Die SPD-Gemeinderatsfraktion beantragt bei der Verwaltung die Aufstellung eines Kosten- und Realisierungsplanes für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Friedrichsfeld Als möglichen Standort schlägt die SPD das Gewerbegebiet Friedrichsfeld vor. In der Begründung heißt es, dass die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld sich durch ein hohes Engagement der Aktiven auszeichne. "Gemessen an der Größe des Stadtteils erfreut sich die Abteilung einer großen Anzahl an Kameradinnen und Kameraden und verfügt über eine vorbildhafte Jugendarbeit", so der örtliche Stadtrat Dr. Stefan Fulst-Blei. Jedoch leide die ehrenamtliche Arbeit zunehmend an den schlechten Rahmenbedingungen im gegenwärtigen Gerätehaus in der Mülhauser Straße. Dieses verfüge weder über ausreichende Räumlichkeiten, noch sei es möglich. die neue Generation an Fahrzeugen mangels ausreichen- der Größe des Hauses dort unterzubringen. "Hiervon konnten wir uns vor Ort eindringlich überzeugen", so die SPD- Kreisvorsitzende und Landtagskandidatin Helen Heberer. Eine bauliche Veränderung des jetzigen Gerätehauses ist aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich. Um auch für die Zukunft ehrenamtliches Engagement für den Stadtteil und die gesamte Stadt zu ermöglichen, sei daher der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses intensiv ins Auge zu fassen. Der Antrag der Gemeinderatsfraktion wird von dem Friedrichsfelder SPD-Bezirksbeiratssprecher Karl Sommer ausdrücklich begrüßt. Zwar sei man sich über die finanziell schwierige Lage der Stadt bewusst, wichtig sei es aber zu- nächst einmal konkrete Planungszahlen zu erhalten.

zg


Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktions, 11. Oktober 2005

Neubau Feuerwehrgerätehaus Friedrichsfeld

Antrag: Der Gemeinderat möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, einen kosten- und Realisierungsplan für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr in Mannheim-Friedrichsfeld zu erstellen. Als möglicher Standort ist dabei das Gewerbegebiet Mannheim-Friedrichsfeld anzustreben.

zum Antrag im Ratsinformationssystem der Stadt Mannheim

Der Antrag wurde in den Hauptausschuss verwiesen und dort durch eine Stellungnahme der Verwaltung erledigt.


Friedrichsfelder Wochenblatt, 10. Juni 2005

Wann kommt das neue Feuerwehrgerätehaus?

Bezirksbeirat tagte öffentlich
Unter Vorsitz von Stadträtin Helen Heberer fand die öffentliche Bezirksbeiratssitzung statt. Zu Beginn wurde Angela Stelling (Grüne) per Handschlag als neue Bezirksbeirätin verpflichtet. Einen kurzen Sachstandsbericht gab es zum Speditionsgelände an der Main-Neckar-Bahn Straße, welches mehr einer illegalen Bauschuttdeponie gleicht. Das Gelände gehöre der Deutschen Bahn, ein Ansprechpartner sei schwer zu finden, die Bezirksbeiräte werden schriftlich informiert. Breiten Raum nahm der Tagesordnungspunkt zwei ein, indem es wieder einmal um das dringend notwendige neue Feuerwehrgerätehaus ging. Stadtbrandmeister Thomas Schmitt umriss noch einmal die Notwendigkeit und die Mängel am derzeitigen Standort, welche den Bezirksbeiräten und auch der Bevölkerung aber hinreichend bekannt sind. Die Unterbringung in der Mülhauser Straße sei der neuen Technik nicht mehr gewachsen, so Schmitt. Ganz abgesehen von den baulichen Mängeln des Gebäudes passt auch das neue Fahrzeug, der LF 10/6 nicht in die Halle und muss anderweitig untergebracht werden. Im Ernstfall geht somit wertvolle Zeit verloren. Die alten noch in Betrieb befindlichen Fahrzeuge aus den Jahren 1981 und 82 haben weder Nackenstützen noch Sicherheitsgurte.

Derzeit werde vom Amt für Wirtschaftsförderung geprüft, ob ein Neubau auf einem städtischen Gelände erfolgen kann. Davon gibt es noch einige im Gewerbegebiet, beispielsweise auch neben der Zentrale der Johanniter im Saarburger Ring. Das Problem sei aber, dass die Stadt kein Gelände zur Verfügung stellen will. In Frankfurt habe man innerhalb kürzester Zeit ein Feuerwehrhaus gebaut, welches unter 1 Million Euro gekostet habe, so etwas müs se doch in Mannheim auch möglich sein. Helen Heberer sprach im Namen der Bürger der Freiwilligen Feuerwehr ihren-Dank für ihren Einsatz aus. Auch die Bezirksbeiräte sind einer Meinung, dass der derzeitige Zustand unerträglich und entsetzlich sei, der Neubau müsse dringend in den Haushalt 2006/07 aufgenommen werden. Auch Stadtrat Stefan Fulst-Blei sprach von einer langen traurigen Geschichte, es sei unerträglich wie hier mit ehrenamtlichem Engagement umgegangen werde. Es müssen dringend Zahlen auf den Tisch, was kostet es, ist Gelände für einen Neubau da? Eine leistungsfähige Feuerwehr sei zum Wohle aller dringend notwendig. Auch Thomas Schmitt sprach noch einmal das Frankfurter Modell an. Da aber im Haushalt dafür keine Gelder vorgesehen sind, müsse das nun in den Fraktionen diskutiert werden. Wenn alle die wahrlich brenzlige Situation erkennen, müsste sich doch eine Lösung finden lassen. Mit dem Motto der Feuerwehr "Einer für alle, alle für einen" beschloss Helen Heberer diesen Tagesordnungspunkt.

Erneut ging es auch um die Seniorenwohnanlage Kurpfalz. Nach einigen Änderungen wurde der hintere Bauteil genehmigt. Derzeit finden dort noch Baugrunduntersuchungen statt wegen möglicher Belastungen durch die ehemalige Tankstelle. Bislang wurde aber noch nichts gefunden, so Georg Wolf vom Fachbereich Baurecht und Umweltschutz. Das verzögere aber auch die Bautätigkeit. Die Genehmigung für den hinteren Teil sei erteilt, für den vor- deren Teil sei noch kein Baugesuch eingereicht, so Wolf. Es handle sich hier um eine ganz normale Baustelle, versuchte er auch ein wenig die Brisanz aus dem Thema zu nehmen.

Zum Thema Penny konnte er nur anmerken, dass es nicht die Aufgabe der Stadt sei, für einen Einkaufsmarkt zu sorgen. Im Gegensatz zu ihren CDU - Kollegen im Gemeinderat befürworten die Bezirksbeiräte der CDU das Zentrenkonzept, so Markus Koch. Durch die Schließung des Penny-Marktes sei ein deutlicher Umsatzrückgang der Geschäfte zu spüren. Man müsse aufpassen, dass durch den Bau die Vogesenstraße nicht beeinträchtigt wird. Wenig positives konnte Robert Staible vom Fachbereich Verkehrsplanung zum Park & Ride Platz am Südbahnhofberichten. Die Notwendigkeit ist wohl klar, letztlich ist aber dafür im Moment kein Geld vorhanden. Das könnte frühestens in den Haushalt 2008/09 eingestellt werden. Erst wenn die Finanzen geklärt sind kann auch weiter am Bebauungsplan gearbeitet werden. Zum Thema Vandalismus am Bahnhof (schon mehrfach wurden die Wartehäuschen zerstört) lag eine Stellungnahme von Jürgen Lang vom Bahnmanagement vor. Friedrichsfeld sei hier ein Brennpunkt, man schlage eine Ordnungspatenschaft zwischen der Stadt Mannheim und der Bahn AG vor.

Außerdem wird über die Anbringung einer Videoüberwachung, wie von den Bezirksbeiräten schon mehrfach gefordert, nachgedacht. Möglich wäre auch, die vorhandenen Parkplätze als Anwohnerparkplätze auszuweisen, was zwar das Parken für die Anwohner einfacher machen, die Situation aber noch mehr verschärfen würde. Aus den Reihen der Bezirksbeiräte wurde nachgefragt, was denn mit der angedachten Bemalung der Bahnunterführung durch Schüler der Friedrichsfeldschule in der Vogesenstraße wird. Dort sind inzwischen Werbetafeln angebracht, zuständig hierfür ist die Bahn. Außerdem wurde sowohl vom Bezirksbeirat als auch von einer Zuhörerin noch einmal darauf hingewiesen darauf zu achten, dass man bei der geplanten Sanierung der Bahnunterführung in der Schwabenstraße keine Fristen versäumt. Hier soll nämlich auch gleichzeitig der Rad- und Gehweg verbreitert werden, der bisherige stellt ein großes Unfallrisiko dar. Man darf diese „Jahrhundertchance" nicht verpassen, sind sich alle einig. Mit den Worten "Friedrichsfeld zieht an einem Strang" konnte Helen Heberer die Sitzung beschließen.

/m.s.


Mannheimer Morgen, 10. Juni 2005

Das neue Löschfahrzeug passt nicht in die Halle

FRIEDRICHSFELD: Bezirksbeirat diskutiert wieder einmal über den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses Breiten Raum nahm der Tagesordnungspunkt zwei der öffentlichen Bezirksbeiratssitzung ein, in dem es wieder einmal um das neue Feuerwehrgerätehaus ging. Stadtbrandmeister Thomas Schmitt unterstrich noch einmal die Notwendigkeit eines Neubaus und umriss die Mängel am derzeitigen Standort, welche den Bezirksbeiräten und der Bevölkerung hinreichend bekannt sind.

Die Unterbringung in der Mülhauser Straße sei der neuen Technik nicht mehr gewachsen, erläuterte Schmitt. Ganz abgesehen von den baulichen Mängeln des Gebäudes passt auch das neue Fahrzeug, das LF 10/6, nicht in die Halle und muss anderweitig untergebracht werden. "Im Ernstfall geht somit wertvolle Zeit verloren", mahnte der Stadtbrandmeister. Die alten noch in Betrieb befindlichen Fahrzeuge aus den Jahren 1981 und 1982 haben weder Nackenstützen noch Sicherheitsgurte.

Derzeit werde vom Amt für Wirtschaftsförderung geprüft, ob ein Neubau auf einem städtischen Gelände erfolgen kann. Davon gibt es noch einige im Gewerbegebiet, beispielsweise neben der Zentrale der Johanniter im Saarburger Ring. Das Problem sei aber, dass die Stadt kein Gelände zur Verfügung stellen wolle. In Frankfurt habe man innerhalb kürzester Zeit ein Feuerwehrhaus gebaut, welches unter einer Million Euro gekostet habe, so etwas müsse doch in Mannheim auch möglich sein.

Helen Heberer sprach im Namen der Bürger der Freiwilligen Feuerwehr Dank für ihren Einsatz aus. Auch die Bezirksbeiräte sind einer Meinung, dass der derzeitige Zustand unerträglich sei, der Neubau müsse dringend in den Haushalt 2006/07 aufgenommen werden. Stadtrat Stefan Fulst-Blei sprach von einer langen, traurigen Geschichte. Es sei unerträglich, wie hier mit ehrenamtlichem Engagement umgegangen werde. Es müssten dringend Zahlen über die Kosten auf den Tisch. Eine leistungsfähige Feuerwehr sei zum Wohle aller dringend notwendig. Auch Thomas Schmitt sprach noch einmal das Frankfurter Modell an. Da aber im Haushalt dafür keine Gelder vorgesehen sind, müsse das nun in den Fraktionen diskutiert werden. Wenn alle die brenzlige Situation erkennen, müsste sich doch eine Lösung finden lassen.

-ion

Friedrichsfelder Wochenblatt, 8. April 2005

Neues Löschfahrzeug für die Friedrichsfelder Feuerwehr

Adäquater Brandschutz in Friedrichsfeld nahezu wieder hergestellt

Lange hat es gedauert, doch am Donnerstag, den 17.03.2005 wurde den jahrelangen Forderungen der Friedrichsfelder Feuerwehr nach einer zeitgemäßen Grundausstattung zu einem stattlichen Teil entsprochen: Die Friedrichsfelder Wehr erhält ein neues Feuerwehrfahrzeug! Eine Delegation der Abteilung nahm Mitte März in Weisweil bei Iveco-Magirus ihr brandneues Löschfahrzeug (LF 10/6) in Empfang. Nach eine Werksführung durften die Friedrichsfelder zum ersten Mal in ihrem neuen Feuerwehrauto Platz nehmen. Hierbei konnte man sich sogleich mit den Besonderheiten des Fahrzeuges vertraut machen. So wurden die Feuerwehrleute durch das Fachpersonal der Herstellerfirma beispielsweise am Pumpenprüfstand in die Funktionsweise der fahrzeugeigenen Feuerlöschkreiselpumpe eingewiesen. Nach einer Probefahrt machten sich am späten Nachmittag dann die heimischen Feuerwehrmänner mit ihrem Neuerwerb auf den Heimweg.

Das Löschfahrzeug steht derzeit auf der Mannheimer Feuerwache Nord in Käfertal. In der dortigen feuerwehreigenen Werkstatt wird das Fahrzeug aufgerüstet um im Stadtgebiet optimal eingesetzt werden zu können. Nach jenen Arbeiten wird das Fahrzeug endgültig in die Hände der Friedrichsfelder Wehr übergeben. Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um ein Löschfahrzeug, welches unter anderem mit einem 1.000 Litertank sowie Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung z.B. bei Verkehrsunfällen ausgerüstet ist. Damit verfügt die Friedrichsfelder Feuerwehr nunmehr über zwei wasserführende, geländegängige Allrad-Fahrzeuge. Die bisherigen über 20 Jahre alten Löschfahrzeuge können mit diesem einsatztaktischen Vorteil nicht aufwarten. Das Fahrgestell des Autos wurde von Iveco geliefert, für den Fahtzeugaufbau zeichnet sich Magirus verantwortlich. Welches der beiden alten Löschfahr- zeuge dem Neuzugang weichen muss, steht noch nicht fest. Friedrichsfeld ist die letzte der acht Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Mannheimer, die ein Fahrzeug dieser Baureihe in Empfang nimmt.

Sicherlich war bei den Friedrichsfeldern aufgrund ihrer alten Fahrzeuge, deren prägnantestes Merkmal die häufigen und langwierigen Werkstattaufenthalte sind, der Bedarf an neuen Gerätschaften am größten. Die Platzverhältnisse im Friedrichsfelder Feuerwehrhaus ließen eine frühere Anschaffung jedoch nicht zu.

Da moderne Fahrzeuge aufgrund ihrer Ausmaße in der Fahrzeughalle keinen Platz finden, musste -auf der Suche nach Lösungen- die Auswechslung der völlig veralteten Feuerwehrautos immer wieder hinausgeschoben werden. Um Sicherheitsstandards im gesamten Stadtgebiet in gleicher weise zu gewährleisten, war eine weitere Verzögerung allerdings kaum noch hinnehmbar. Auf diesen Umstand haben die Friedrichsfelder Wehrleute bei jeder sich bietenden Gelegenheit hinwiesen. Die Feuerwachen der Mannheimer Berufsfeuerwehr liegen in Rheinau, Lindenhof und Käfertal.

Die Anfahrzeiten der dort vorhandenen Kräfte macht eine schlagkräftige Friedrichsfelder Feuerwehr als Ergänzung eines sichergestellten Brandschutzes für den Vorort unverzichtbar. Das moderne Feuerwehrauto ist daher als erster richtiger Schritt in die richtige Richtung zu verstehen. Erster Schritt deshalb, da eine adäquate Unterstellmöglichkeit noch immer nicht gefunden ist.

Als hoffentlich nur kurzfristige Zwischenlösung soll eine Halle auf dem THW-Gelände nahe der Seckenheimer Pferderennbahn angemietet werden. Dort steht der heimischen Wehr das Löschfahrzeug rund um die Uhr zur Verfügung. Im Ernstfall ist jedoch die Fahrt zum THW und zurück nach Friedrichsfeld im Alarmfall auf die Abrückzeit hinzuzuaddieren. Die zukünftig dauerhafte Unterbringung moderner Feuerwehrfahrzeuge und -gerätschaften ist jedoch nur eines vieler Probleme, die das alte Gerätehaus mit sich bringt. Feuchte, marode Wände machen der Bausubstanz zu schaffen. Unfallverhütungsvorschriften sind kaum noch einzuhalten. Die Feuerwehrleute verfügen über keinen Schulungsraum, die im Jahre 1990 gegründete Jugendabteilung findet bis heute keinen Platz im Feuerwehrhaus.

Die sieben Mädchen und Jungen haben ihr Domizil in einem engen Baucontainer, der ihnen gleichzeitig als Umkleideraum dient, finden müssen. Der Umkleideraum der Aktiven ist ebenfalls nicht geeignet, um für die 22 Aktiven Mitglieder die nötigen Platzverhältnisse zu schaffen. Eine Damenumkleidekabine wäre zwar angebracht und wird selbstverständlich auch gewünscht, man sucht sie, wie auch Damentoiletten, bei den Aktiven als auch in der Jugendabteilung vergebens.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen den mit der Beschaffung des Feuerwehrautos gemachten ersten Schritt zum Anlass nehmen, kurzfristig für die Finanzierung eines Neubaus des Friedrichsfelder Feuerwehrhauses zu sorgen. Zeiten, so die Friedrichsfelder Wehrleute, in denen man auf bessere Zeiten hofft oder davon ausgeht, schon lange anstehende Probleme würden sich von selbst lösen, sollten unstreitig der Vergangenheit angehören.

-tg

Mannheimer Morgen, 12. März 2005

Kommt neues Löschfahrzeug LF 10 zum Einsatz?

Friedrichsfelder Feuerwehr ist ratlos / Brandbekämpfer wünschen sich neues Gerätehaus

Friedrichsfeld. Seit vielen Jahren schon macht die Freiwillige Feuerwehr darauf aufmerksam, dass sie dringend ein neues Gerätehaus benötigt (der "MM" berichtete). Mit einer beeindruckenden Präsentation verwies der stellvertretende Kommandant Raffael Pehrs während der Jahreshauptversammlung auf die Schwachstellen des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Mitte März bekommt die Abteilung ihr neues Einsatzfahrzeug, ein so genanntes LF 10/6. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch wohin mit dem Wagen?

Stellproben haben ergeben, dass das Fahrzeug genau fünf Zentimeter zu lang ist. Ein Aus- oder Umbau des Gerätehauses ist nicht möglich. Auf der Straße stehen lassen kann die Wehr das Fahrzeug auch nicht. Ob man es beim Technischen Hilfswerk unterbringen kann, ist fraglich. Die Wehrleute sind ratlos. Sie haben zwar die Unterstützung der Politik, alle örtlichen Stadträte wollen sich einsetzen. Doch wer die Finanzlage der Stadt Mannheim kennt, der weiß, dass es noch lange dauern kann, bis hier etwas geschieht.

Das ist aber nur eines der zahlreichen Probleme rund um das Gerätehaus. Die Räume sind einfach zu klein. Es gibt beispielsweise auch keinen eigenen Damen- Umkleideraum oder -toilette. An vielen Stellen im Haus tritt Feuchtigkeit ein, Schimmelbildung ist die Folge und auch Rostfraß. Die Wehrleute tun, was sie können, doch Raffael Pehrs' Präsentation machte es deutlich: gegen die Zeichen der Zeit sind auch sie machtlos. Man versucht, sich immer wieder irgendwie zu behelfen. "Auf Dauer kann das keine Lösung sein", sind sich die Brandbekämpfer einig.

Außerdem besteht auch eine erhebliche Unfallgefahr: Es ist nicht möglich, in der Halle aufzusitzen. Das bedeutet, die Fahrzeuge müssen erst auf die Straße gefahren werden, ehe die Wehrleute einsteigen können. "Ein Wunder, dass hierbei noch nichts passiert ist", so Pehrs. Und ganz zu schweigen von der "Unterkunft" der Jugend, dem Container. "Als wir nur drei Jugendliche hatten, ging das gerade noch", aber inzwischen sind auch Mädchen dabei, die Probleme sind bekannt. "Es muss dringend etwas passieren", sagte Pehrs. Denn die Folgen könne man sich ausrechnen. Die Motivation der Wehrleute werde durch diese schlimmen Zustände nicht gerade gestärkt.

Kann man das neue LF 10/6 überhaupt einsetzen? So lautet die bange Frage. Die derzeitigen Fahrzeuge sind technisch nicht auf dem neuesten Stand, die Unterkunft ist in einem recht desolaten Zustand. Pehrs: "Wie soll man da neue Mitglieder werben?" Durch die erschwerten Bedingungen dauert es auch viel zu lange, bis die Freiwillige Feuerwehr einsatzbereit ist. Gar nicht auszudenken, wenn es in Friedrichsfeld einmal zu einem größeren Brand kommen sollte. Eigentlich sollte die örtliche Wehr die Berufsfeuerwehr bis zu deren Eintreffen unterstützen, "doch", so Pehrs resignierend, "die sind ja schon vor uns da".

Optimal wäre für Friedrichsfeld der Bau eins neuen Gerätehauses. Recherchen der Wehr haben ergeben, dass im Gewerbegebiet noch drei freie Grundstücke in städtischem Besitz sind. Doch bis das spruchreif ist, müsste es zumindest eine akzeptable Übergangslösung geben, fordern die Blauröcke. Das wäre das schönste Geschenk zum 100. Jubiläum.

-ion

Friedrichsfelder Wochenblatt, 11. März 2005

Neues Feuerwehr-Gerätehaus dringend notwendig

Wohin mit dem neuen LF 10/6

Seit vielen Jahren schon macht die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld darauf aufmerksam, dass ein neues Gerätehaus dringend notwendig ist. Mit einer beeindruckenden Präsentation zeigte der stellvertretende Kommandant Raffael Pehrs im Rahmen der Jahreshauptversammlung die Schwachstellen des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes auf. Mitte März bekommt die Abteilung ihr neues Fahrzeug, das so genante LF 10/6. Eigentlich ein Grund zur Freude, doch wohin damit? Stellproben haben ergeben, dass das Fahrzeug genau fünf Zentimeter zu lang ist. Ein Aus- oder Umbau des Gerätehauses ist nicht möglich. Auf der Straße stehen lassen kann man das Fahrzeug natürlich auch nicht. Ob man es, wie geplant, beim THW unterbringt ist derzeit auch noch fraglich. Die Wehrleute sind ratlos. Sie haben zwar die Unterstützung der Politik, alle örtlichen Stadträte wollen sich einsetzen. Doch wer die Finanzlage der Stadt kennt, der weiß, dass es noch lange dauern kann, bis hier etwas geschieht. Das ist aber nur eines der zahlreichen Probleme rund um das Gerätehaus. Die Räume sind einfach zu klein. Es gibt beispielsweise auch keinen eigenen Damen-Umkleideraum oder -toilette. An vielen Stellen im Haus tritt Feuchtigkeit ein, Schimmelbildung ist die Folge und auch Rostfraß. Die Wehrleute tun was sie können, doch gegen die Zeichen der Zeit sind auch sie machtlos. Man versucht sich immer wieder irgendwie zu behelfen, auf Dauer kann das natürlich keine Lösung sein. Außerdem besteht auch eine erhebliche Unfallgefahr. Es ist nicht möglich in der Halle aufzusitzen, das bedeutet die Fahrzeuge müssen erst auf die Straße gefahren werden, ehe die Wehrleute einsteigen können. "Ein Wunder dass hierbei noch nichts passiert ist" , so Pehrs. Und ganz zu schweigen von der "Unterkunft" der Jugend, dem Container. "Als wir nur drei Jugendliche hatten ging das gerade noch", aber inzwischen sind auch Mädchen dabei, die Probleme sind bekannt. Es muss dringend etwas passieren, mahnt Pehrs. Denn die Folgen , kann man sich ausrechnen. Die Motivation der Wehrleute wird durch diese schlimmen Zustände nicht gerade gestärkt. Kann man das neue Fahrzeug überhaupt einsetzen, so die bange Frage. Die derzeitigen Fahrzeuge sind technisch auch nicht unbedingt auf dem neuesten Stand (wenigstens passen sie in die Halle), die Unterkunft ist in einem recht desolaten Zustand, wie soll man da neue Mitglieder werben? Durch die erschwerten Bedingungen dauert es auch viel zu lange, bis die Freiwillige Feuerwehr einsatzbereit ist. Gar nicht auszudenken, wenn es in Friedrichsfeld einmal zu einem größeren Brand kommt. Eigentlich sollte die örtliche Wehr ja hier die Berufsfeuerwehr bis zu deren Eintreffen unterstützen, "doch die sind ja schon vor uns da", Optimal wäre natürlich der Bau eins neuen Gerätehauses. Recherchen haben ergeben, dass im Gewerbegebiet noch drei freie Grundstücke in städtischem Besitz sind. Doch bis das soweit ist müsste zumindest eine akzeptable Übergangslösung geben. Das wäre natürlich das schönste Geschenk zum lOO-jährigen Jubiläum.

-ion

Mannheimer Morgen, 19. März 2004

Spritzenhaus ist völlig veraltet

Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld schlägt Alarm

Friedrichsfeld. Die Bereitschaftszeiten der Friedrichsfelder Feuerwehr von durchschnittlich fünf Minuten müssen voraussichtlich erhöht werden, weil das neue Einsatzfahrzeug nicht mehr in das völlig veraltete Gerätehaus passt. Bei der Abteilungsversammlung der Floriansjünger im Bernhardushof wurde dieser Umstand kritisiert.

Raffael Pehrs zeigte die erheblichen Probleme des Feuerwehrhauses auf. Das der Abteilung in Aussicht gestellte neue Fahrzeug muss wegen der Verhältnisse in der Fahrzeughalle extern untergebracht werden. Dies bedeutet, dass bei Einsatzalarmierungen zunächst das neue Fahrzeug samt darauf befindlichen Gerätschaften zum Feuerwehrhaus gekarrt werden muss - mit Zeitverlust. Ferner sind Mängel in der Bausubstanz zu beklagen. Es wurde festgestellt, dass unzumutbare Zustände, wie das Fehlen von Schulungsräumen, Damenumkleiden sowie Dusche/WC und die Unterbringung der Jugendgruppe in einem Baucontainer auf dem Hof dringend der Abhilfe bedürfen. Die Abteilung favorisiert einen Neubau des Feuerwehrhauses auf einem freien Gelände in der Mülhauser Straße. Die Möglichkeit der Umsetzung der bereits fertiggestellten Pläne des Hochbauamtes wurde mit den geladenen Stadt- sowie Bezirksbeiräten besprochen.

Schriftführer Thorsten Gärtner legte den Jahresbericht vor, ihm folgte der Jugendgruppenleiter Mathias Link mit seinem Bericht. Danach berichtete Kassier Dirk Rossnagel über Einnahmen und Ausgaben. Die Kasse wurde von Andreas Wolf und Jochen Petzinger geprüft und für in Ordnung befunden. Markus Tkotz wurde als Delegierter für die Verbandsversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes berufen, sein Stellvertreter ist Christian Warzel.

Branddirektor Thomas Schmitt dankte den Freiwilligen Feuerwehrleuten für ihr Engagements und wies gleichzeitig darauf hin, dass, nachdem ein Zuschuss des Landes bewilligt wurde, die Anschaffung eines neuen LF 8/6 für die heimische Abteilung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erfolgen wird.

Oberfeuerwehrmann Andreas Ritter wurde zum Löschmeister befördert, Steffen Engelhart und Sven Elsässer zum Oberlöschmeister. Raffael Pehrs erhielt seine Ernennung zum stellvertretenden Abteilungskommandanten. Markus Behlau wurde zum kommissarischen Abteilungskommandanten ernannt. Er dankte Holger Schanz für dessen Engagement als kommissarischer Abteilungskommandant. Andreas Ritter leistete 376 Arbeitsstunden im vergangenen Jahr, Sven Elsässer 391,5 Stunden. Steffen Engelhart notierte 406,75 Stunden. Tobias Gilbert verdiente sich Sonderlob für seine Leistung im Übungsdienst der Jugendgruppe sowie für den regelmäßigen Übungsbesuch.

-hn

Mannheimer Morgen, 10. März 2004

Moderne Technik hilft bei schneller Hilfe

NECKARAU/WALLSTADT: Freiwillige Feuerwehr erhält Fahrzeug
von unserem Redaktionsmitglied Peter W. Ragge

"Wir fühlen uns beschenkt", sagte Mannheims Feuerwehrkommandant Thomas Schmitt - und korrigierte sich gleich selbst wieder: "Es geht hier um ein dringend benötigtes Arbeitsmittel, damit wir unsere Arbeit zum Schutz der Bürger optimal verrichten können", betonte er. Das können - wieder - auch die Abteilungen Neckarau und Wallstadt der Freiwilligen Feuerwehr. Schmitt übergab den Kommandanten Martin Hofmann (Neckarau) und Heiko Sohn (Wallstadt) bei einer Feier in Neckarau jeweils ein neues Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 8-6. Sie ersetzen ältere, teilweise noch aus den 70er Jahren stammende und längst altersschwache Einsatzfahrzeuge.

Bestellt wurden die je 200 000 Euro teuren Wagen mit Etatmitteln des "vorvorletzten Jahres", wie Schmitt unter Hinweis auf die städtische Finanzkrise betonte: "Von der Ausschreibung über die Bestellung und Auslieferung dauert es bei solchen Spezialfahrzeugen eben seine Zeit", erläuterte er. Zugleich appellierte er an die anwesenden Stadträte, die Feuerwehr finanziell so auszustatten, "dass die technische Erneuerung des Fuhrparks weiterhin stattfindet": "Wenn wir die Globale Minderausgabe erbringen müssen, werden wir Probleme haben, das auf einem guten Stand zu halten", warnte Schmitt nachdrücklich: "Noch geht's, aber die Erneuerung darf nicht abbrechen".

Insgesamt verfügt die Freiwillige Feuerwehr Mannheim jetzt über sieben Fahrzeuge dieses Typs - eines steht noch aus, kann aber erst dann an die Abteilung Friedrichsfeld geliefert werden, wenn klar ist, wo es unterkommt; deren altes Gerätehaus ist zu klein. Die ersten drei Wagen erhielten bereits 2001 die Abteilungen Nord, Seckenheim und Rheinau, 2003 waren die Abteilungen Innenstadt und Feudenheim ausgestattet worden.

Die LF 8-6 sind sogar moderner als die Fahrzeuge, mit denen die Berufsfeuerwehr derzeit täglich ausrückt. "Das ist für die Freiwillige Feuerwehr eine Verpflichtung, aber auch eine Anerkennung - wir wissen, dass man Ihnen so eine Ausstattung bedenkenlos übergeben kann, weil sie verantwortungsbewusst damit umgehen", erklärte Thomas Schmitt. Schließlich sind die acht Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr komplett in den Brandschutz eingebunden, rücken abends und an den Wochenenden mit aus, helfen bei Großeinsätzen oder lösen dort die Berufsfeuerwehr ab und übernehmen eigenständig viele Aufgaben, etwa bei Unwettern.

Daher ist das LF 8-6 bewusst als Ergänzung zu den vorhandenen Fahrzeugen konzipiert und geländegängig ausgelegt worden - etwa für Waldbrände oder Verkehrsunfälle in unwegsamem Gelände sowie bei Unwettern. Über ein per Akku betriebenes Rettungsgerät (Schere und Spreizer) verfügt in dieser Form nur dieses Fahrzeug. Mitglieder von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr entwickelten gemeinsam diesen Fahrzeugtyp.

Der 6-Zylinder mit 210 PS hat zur Brandbekämpfung einen Löschwassertank mit tausend Litern Wasser an Bord. Zwei Mitglieder der insgesamt neun Mann Besatzung können während der Fahrt einen Pressluftatmer anlegen und, kaum an der Einsatzstelle, per Schnellangriffseinrichtung einen 30 Meter langen Schlauch aus dem Heck ziehen und das Strahlrohr sofort in den Brandherd richten. Hinzu kommen 400 Meter Schlauch, die verlegt werden können, Schaum und Löschpulver, Schiebe-, Steck- und Hakenleiter, Hitzeschutzkleidung und ein Belüftungsgerät, um Rauch aus Gebäuden zu drücken. Wassersauger, Tauchpumpe, Trennschleifer, Werkzeug sowie Höhensicherungsgerät helfen ebenso wie Stromerzeuger und Lichtmast bei Unwettereinsätzen.


Mannheimer Morgen, 23. April 2003

Feuerwehr bekommt das Tor nicht zu

Hallen-Problem: Künftiges Löschfahrzeug der Friedrichsfelder Wehr ist zu lang
von unserem Redaktionsmitglied Ulrich Roth

Friedrichsfeld. Bei der Freiwilligen Feuerwehr wird es bald zu eng: Ihr künftiges, modern ausgestattetes Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 8-6 passt nicht mehr in die denkmalgeschützte Halle an der Mülhauser Straße. Das alte Gebäude im Ortskern, in dem zur Zeit noch drei betagte Einsatzwagen aus den 80er Jahren untergebracht sind, ist über einen halben Meter zu kurz. Bei einer Stellprobe, für die eine benachbarte Wehr ein LF 8-6 nach Friedrichsfeld gefahren hatte, ließen sich die Hallentore nicht mehr schließen.

Halle erweitern oder gleich ein Neubau? Mit dieser schwerwiegenden - und finanziell folgenreichen - Frage beschäftigten sich die Mitglieder der SPD-Gemeinderatsfraktion während eines Treffens mit den Blauröcken, zu dem auch Branddirektor Thomas Schmitt, Chef der Mannheimer Berufsfeuerwehr, zu seinen Friedrichsfelder Kollegen gekommen war.

"Die genügsamen Friedrichsfelder Kollegen wären mit einer Verlängerung ihrer alten Fahrzeughalle völlig zufrieden", erläuterte Thomas Schmitt den Ratsmitgliedern. Das sei aber gar nicht so einfach, da der Denkmalschutz gegen die Idee, die Halle über den angrenzenden hinteren Hof hinaus zu erweitern, bereits massive Bedenken angemeldet habe. Ferner stelle sich auch das Hochbauamt gegen die Pläne der Wehr. Schmitt: "Die Behörde hat bereits darauf hingewiesen, dass sich durch die von uns gewünschten Änderungen statische Probleme ergäben."

"Die Freiwillige Feuerwehr lebt von der Motivation ihrer Mitglieder, wir wollen deshalb auch mitten im Dorf bleiben", schilderte der Stadtbrandmeister das aktuelle Dilemma der Brandbekämpfer. Eine Auslagerung ins Gewerbegebiet käme überhaupt nicht in Frage. "Dann würde die Friedrichsfelder Abteilung sterben", ist sich Schmitt so ziemlich sicher. Zudem würde die Sicherheit der Bürger eingeschränkt, da die Wehr vom Ortsrand her längere Wege zum Brandherd zurücklegen müsste.

Einig war man sich in der Runde, dass dringend gehandelt werden müsse: Die drei "historischen" Fahrzeuge, mit denen die Feuerwehr im vergangenen Jahr 26 Einsätze gefahren habe, seien schlecht ausgerüstet, verkehrstechnisch unsicher und mittlerweile stark reparaturanfällig. Thomas Schmitt: "Wir benötigen gutes Gerät, da die Friedrichsfelder auch ihre Kollegen von der Mannheimer Berufsfeuerwehr unterstützen müssen."

Einen Neubau der Fahrzeughalle in unmittelbarer Nachbarschaft brachte Dr. Frank Mentrup, Vorsitzender SPD-Ratsfraktion, ins Spiel. Das Areal - es liegt wenige Meter von der bisherigen Unterkunft entfernt - gehöre dem Liegenschaftsamt, also fielen auch keine Erwerbskosten an, argumentierte der Kommunalpolitiker. Weiterer Vorteil dieser Lösung: Für den Neubau würden Landesmittel fließen, und das Friedrichsfelder DRK könne in der bisherigen Feuerwehrhalle günstig untergebracht werden.

Sichtlich erfreut fügte Thomas Schmitt hinzu, dass die Wehr bei einem Neubau natürlich eine Menge Eigenleistungen erbringen könne. Dazu Mentrup: "Über die genaue Finanzierung eines solchen Projekts könne er momentan natürlich noch recht wenig sagen. Wichtig sei aber, "dass sich die Friedrichsfelder Wehr jetzt über ihre Zielvorstellungen Klarheit verschaffen muss."


Mannheimer Morgen, 12. September 2002

Löschwagen macht Umbau nötig

Friedrichsfelder Feuerwehr bewirtete beim Fest viele Gäste

Friedrichsfeld. Am Vorabend zu ihrem Tag der offenen Tür haben die Friedrichsfelder Freiwilligen Feuerwehrleute noch bedenklich zum Himmel geschaut. Als man dann aber am Morgen die Türen öffnete und das erste Bier zum Frühschoppen zapfte, da strahlte bis in den Abend ein blauer Himmel über der Mülhauserstraße.

Zum Gründungsfahrzeug der Wehr, einer Handdruckspritze aus dem Jahre 1905, gesellten sich ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 und ein Tanklöschfahrzeug TLF 8/18 der Friedrichsfelder Wehr. Auch ein Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 Allrad und eine Leiterbühne der Kollegen der Abteilung Nord aus Käfertal waren zu besichtigen. Das LF 8/6 ist das neue Standardfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim. Auch die Friedrichsfelder sollen damit ausgerüstet werden. Weil das Fahrzeug eine sehr groß ist, wird sogar eine Erweiterung der Fahrzeughalle nötig. Voraussichtlich darf der dahinter liegende Hof dann für Veranstaltungen nicht mehr genutzt werden. Insbesondere die Mitglieder der Jugendfeuerwehr nutzten den Tag, um mit Informationsmaterial auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Auch die Stammmannschaft sucht übrigens Verstärkung.

"Wie wichtig unsere Arbeit ist, konnte man ja gerade in den letzten Tagen wieder sehen," meinte dazu Pressesprecher Markus Behlau. Die jüngsten Friedrichsfelder durften mit dem Feuerwehrauto zur Rundfahrt starten und sich beim Löschen am Brandhaus auszeichnen. Gemäß dem Motto: "Wir kommen wenn es brennt - kommen Sie wenn wir feiern!" ließen sich viele Besucher mit einem großen Angebot an Speis' und Trank bewirten.

-hn