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Berichte 2008

06.12. Evangelisches Pfarrhaus brennt an Nikolaus...

Gegen 14:45 wurden die Freiwilligen Feuerwehren Friedrichsfeld, Seckenheim und Innenstadt alarmiert und zum evangelischen Gemeindehaus in die Wallonenstraße gerufen. Aus den Fenstern im 1. Obergeschoss drang dichter Rauch - damit begann am Nikolaustag eine Großübung zu der die Friedrichsfelder Kameraden befreundete Wehren eingeladen hat.
Schon auf der Anfahrt hatten die Innenstädtler erste Probleme: die Kreuzung Wallonenstraße - Vogensenstraße war zu eng für die Drehleiter. Sie schaffte es erst im zweiten Anlauf in die Wallonenstraße. Am Pfarrhaus eingetroffen konnte sich Einsatzleiter Raffael Pehrs dann nur ein sehr mageres Bild von der Lage machen. Ein Anwohner (Feuerwehrmann und Pfarrgemeinderat Jochen Petzinger) der die Feuerwehr alarmiert hat konnte lediglich berichten, dass es aus den Fenstern qualmt und sich "normalerweise" 2 erwachsene Personen und drei Kinder im Haus aufhalten. Die Haustür hat trotz klingeln keiner aufgemacht. Mehr Informationen konnte er nicht bekommen.
Jetzt lief die Rettungsaktion routiniert an: Feuerwehrleute rüsteten sich mit Atemschutzgeräten und weiterem Rettungsgerät aus, eine tragbare Leiter und die Drehleiter wurden in Stellung gebracht, die Wasserversorgung aufgebaut. Zwei Möglichkeiten hatten die Übungsplaner Markus Behlau und Jochen Petzinger den Einsatzkräften gelassen: im ersten OG waren sowohl ein Fenster als auch eine Balkontüre offen. Beide Zugangsmöglichkeiten wurden auch genutzt und so konnten in kürzester Zeit das gesamte Pfarrhaus abgesucht und die vermissten Personen aus dem Haus gerettet werden. Als Abschluss fand im Gemeindehaus eine - aufgrund der guten Arbeit - kurze Nachbesprechung der Übung statt. Nachdem sich dann alle noch mit Getränken und heißen Würstchen gestärkt hatten verabschiedete man sich bereits gegen halb 5.

Jochen Petzinger


11.08. Übung und Ernstfall in einem

Erneut wurden die Friedrichsfelder Feuerwehrleute bei einer Übung mit der Realität konfrontiert.
Am Montag, 11. August, traf man sich auf Einladung der Neckarauer Kameraden in deren Gerätehaus um in einem Werksgelände an der Morchfeldstraße den Ernstfall zu proben: durch einen Arbeitsunfall brennt eine Halle, ausgelöst durch eine Explosion. Die beiden Freiwilligen Wehren rückten mit je 2 Fahrzeugen und insgesamt 20 Mann an, um in der ersten Einsatzphase fünf vermisste Personen zu suchen. Alle "Opfer" gehören der Neckarauer Jugendfeuerwehr an und wurden unfallgerecht geschminkt.
Erst nach der Menschenrettung konnte dann der Brand bekämpft werden. Übungsleiterin Maren Schwerdter sorgte jedoch dafür, dass dieser Teil der Übung etwas komplizierter wurde: einer der Feuerwehrmänner, die unter Atemschutz in der Halle arbeiteten "verunglückte" und musste ebenfalls gerettet werden.
Auf der Heimfahrt traf es dann die Besatzung des TLF. An der Kreuzung von Saarburger Ring und Friedrichsfelder Landstraße (L597) war ein PKW von der Fahrbahn abgekommen und auf eine Verkehrsinsel aufgefahren. Dabei war die Ölwanne beschädigt worden und Motorenöl lief aus. Da Polizei und Abschleppdienst bereits alarmiert wurden und niemand verletzt war kümmerten sich die Feuerwehrleute sofort um das auslaufende Öl. Zusammen mit der Polizei konnte man auch die Unfallursache ermitteln, eine mehrere Meter lange Dieselspur auf dem Asphalt hatte die Fahrbahn rutschig gemacht. Da die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld hierfür jedoch nicht genug Ölbindemittel hat musste noch das Öl-Sonderfahrzeug der Berufsfeuerwehr aus Käfertal nachgefordert werden. Nachdem auch der Dieselkraftstoff von der Straße entfernt war konnte man nach diesem Übungs- und Einsatzabend gegen 22 Uhr wieder einrücken.

Jochen Petzinger


26.07. Land unter im Mannheimer Norden

Eigentlich sollte es am vergangenen Samstag eine ruhige Übung werden - doch Petrus war anderer Meinung. Um Punkt 16 Uhr - es waren gerade wieder alle Mann und alle Fahrzeuge am Gerätehaus eingetroffen - gingen die Piepser hoch. Die Einsatzmeldung "schwere Unwetterlage" sorgte erst für etwas Erstaunen, konnte man in Friedrichsfeld doch gerade einmal ein leichtes Nieseln feststellen.
Das LF 8/6 wurde also sofort besetzt und es ging auf die Schönau. Schon an der ersten Einsatzstelle konnte man erahnen was für ein Regen im Mannheimer Norden vom Himmel gekommen sein musste. Zum einen waren neben den Friedrichsfelder Wehrleuten alle anderen Freiwilligen Feuerwehren auf der Schönau und dem Waldhof unterwegs und auch die Wachen der Berufsfeuerwehr meldeten "ausverkauft". Zum anderen stand an der Einsatzstelle der Keller gute 30 bis 40 Zentimeter unter Wasser - und es sollte nicht der einzige Keller an diesem Nachmittag und Abend bleiben. Nachdem auch das TLF besetzt und ausgerückt war fuhr allein die Abteilung Friedrichsfeld insgesamt 19 Einsätze: einmal war ein Kamin ins Dach gefallen, ansonsten standen Keller mal mehr, mal weniger hoch unter Wasser.
Das LF 8/6 rückte als letztes Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim nach fast 9 Stunden, kurz vor 23 Uhr, wieder ein.

Jochen Petzinger


19.07. Übung und Ernstfall nahe bei einander

Mit Ölbindemittel wurde der auslaufende Kraftstoff entsorgt.

Alles war gut vorbereitet für die Übung der Freiwilligen Feuerwehren MA-Neckarau, -Seckenheim und Friedrichsfeld bei der Firma Wabco Radbremsen. Das Übungsgebäude war bereits komplett mit Diskonebel eingeräuchert und die Verletzten-Darsteller geschminkt - nur die Friedrichsfelder Feuerwehrleute und die Sanitäter des Rettungsdienstes kamen nicht.
Die standen nämlich noch auf der Landstraße auf Höhe der Werkseinfahrt der Friatec AG. Die Friedrichsfelder Kameraden hatten das neue LF gerade zur Großübung abgeholt, die Johanniter waren bereits voraus gefahren. Auf der Landstraße kam dann der Ernstfall: ein Rollerfahrer ist unfreiwillig von seinem Fahrzeug abgefahren und wurde bereits von Ersthelfern versorgt. Auch ein Notarztfahrzeug war sofort da. Die Johanniter kümmerten sich dann um den Verletzten und brachten ihn ins Krankenhaus. Die Friedrichsfelder Feuerwehrleute erledigten den Rest. Die Unfallstelle wurde abgesperrt, der auslaufende Sprit mit Ölbindemittel aufgenommen und man übergab die Unfallstelle der Polizei. Mit etwa einer dreiviertel Stunde Verspätung konnte dann endlich der Ernstfall geübt werden.
Auf dem Werksgelände der Firma Wabco Radbremsen erwartete die Friedrichsfelder Wehr eine große Schadenslage, in der Härterei kam es zur Explosion, mehrere verletzte Personen wurden vermisst. Sofort wurden die Abteilungen Neckarau und Seckenheim "nachalarmiert" um mehr Rettungskräfte vor Ort zu haben. Unter den Augen des Übungsbeobachters Thomas Schmitt, dem Chef der Mannheimer Feuerwehr, konnten schließlich alle Verletzten versorgt und das Feuer gelöscht werden.

Jochen Petzinger


13.07. Vor der Übung erst der Ernstfall

Freiwillige Feuerwehren trainieren vermeintliche Explosion bei der Firma Wabco

Mannheim. Verzögert begann am Freitagabend eine Übung mehrerer Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr bei Friedrichsfeld. Auf der Anfahrt entdeckten die Friedrichsfelder Feuerwehrleute ebenso wie die Besatzung eines Notarztwagens der Johanniter-Schnelleinsatzgruppe nämlich einen verunglückten Motorroller-Fahrer, der gestürzt war. Während sich die Feuerwehrmänner um den ausgelaufenen Kraftstoff kümmerten, fuhren die Johanniter den Verletzten ins Krankenhaus - die nur geschminkten "Verletzten" der Übung mussten warten. "So muss es sein, flexibel und schnell geholfen", lobte Thomas Schmitt, der Kommandant der Mannheimer Feuerwehr, die Mannschaft - und er äußerte sich auch mit dem späteren Übungsszenario zufrieden. "Es war phantastisch gut gemacht." "Die wissen, was sie tun", meinte Schmitt anerkennend.
Als Gastgeber fungierte gerne die Firma Wabco Radbremsen, 1913 unter dem Namen Fulminawerk gegründet und lange auch unter "Perrotbremse" bekannt. Der traditionsreiche Hersteller von Druckluft-Scheibenbremsen für Nutzfahrzege beschäftigt in Friedrichsfeld auf einem ausgedehnten Gelände 370 Mitarbeiter. Herzstück ist eine Härterei, deren zwei Öfen mit 1100 Grad betrieben werden. "Wenn es Gefahrenpotenzial gibt, dann hier", so Werkleiter Christian Sinn. Auch das fast durchweg unterkellerte Firmenareal sei "nicht unkritisch", sagte Gunter Wiedemann von der Wabco-Betriebsfeuerwehr. Sie umfasst 15 - sonst in der Produktion tätige - Männer, trainiert alle vier Wochen. "Aber es ist natürlich besser, mal richtig groß üben zu können", ergriff Wiedemann gerne die Chance. Beschäftigte des Betriebs machten dabei ebenso gerne mit wie zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Sie mimten "Verletzte", von Maren Schwerdtner, stellvertretende Kommandantin der Freiwilligen Feuerwehr, Neckarau, mit täuschend echt aussehenden Brandwunden geschminkt. Sechs solcher "Verletzte" gab es bei einer Explosion in der Härterei, so das Szenario, das Marcus Behlau, Kommandant der Abteilung Friedrichsfeld der Freiwilligen Feuerwehr, seine Männer sowie die Kräfte aus Neckarau und Seckenheim antrafen. Vorsichtig arbeitete sich der erste Trupp unter Atemschutz in dem mit Disconebel verrauchten Betriebsgebäude vor, schnell stieß er auch auf zwei "Verletzte". Doch die wiesen auf weitere "Vermisste" hin, die - teilweise um Hilfe schreiend - in den engen, dunklen Kellergängen lagen. "Jetzt beginnt die Mangelverwaltung", kommentierte Schmitt den Übungsverlauf. Um nämlich die Vermissten herausholen zu können, verzichtete der Einsatzleiter auf den Rettungstrupp, der eigentlich immer parat stehen muss, wenn Feuerwehrleute unter Atemschutz in ein Gebäude gehen, sondern schickte alle Mann los. "Das geht kurze Zeit, wenn Menschenleben zu retten sind, ist aber nicht ungefährlich und zeigt, welcher Personalmangel am Anfang an jeder Einsatzstelle herrscht", erläuterte Schmitt. Denn erst als dann auch die Verstärkung durch Neckarauer und Seckenheimer Wehrleute eingetroffen waren, konnten alle "Verletzten" betreut, das "Feuer" gelöscht, benachbarte Gastanks gekühlt werden - ganz wie im Emstfall auch.

Peter W. Ragge

Sonntag Aktuell

16.06. Friedrichsfelder Gerätehaus (fast) leer.

Friedrichsfeld/Lindenhof. Bereits vor zwei Jahren hat sich angekündigt was vergangene Woche eingetroffen ist: Das alte Löschgruppenfahrzeug LF 8 der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim, Abteilung Friedrichsfeld wurde außer Dienst gestellt. Bereits bei der letzten Untersuchung teilte der TÜV der Berufsfeuerwehr Mannheim mit, dass das Friedrichsfelder Fahrzeug die nächste Untersuchung wohl nicht mehr bestehen dürfte. Jetzt ging das Einsatzfahrzeug, mit 26 Dienstjahren auf dem Buckel, routinemäßig in die feuerwehreigene KFZ-Werkstatt auf der Käfertaler Wache - zur Vorbereitung auf den anstehenden Besuch beim TÜV. Nach der ersten groben Untersuchung wurde festgestellt, dass alleine der Materialbedarf für notwendige Reparaturen nicht mehr wirtschaftlich ist. Das Fahrzeug wurde augenblicklich außer Dienst gestellt. Ein Ersatzfahrzeug steht nicht zur Verfügung. Jedoch wird sich die Suche äußerst schwierig gestalten, da alle Mannheimer Löschfahrzeuge inzwischen zu groß sind, um im Friedrichsfelder Gerätehaus Platz zu finden.

Links das neue LF 8/6 aus dem Jahr 2005 und daneben das ausgemusterte LF 8, Baujahr 1982.

Den freiwilligen Kameraden steht damit nur noch ein Tanklöschfahrzeug, bereits mit einem Dienstalter von stattlichen 22 Jahren, zur Verfügung, dass mit maximal drei Mann besetzt werden kann. Das neue, moderne Löschgruppenfahrzeug LF 8/6, dass ja eigentlich als Ersatz für das Alte gedacht ist und genauso neun Mann aufnehmen kann, steht wegen der bekannten Platzproblematik weiterhin auf dem Gelände der Johanniter Unfallhilfe. Im Alarmierungfall verlängert sich so die Einsatzzeit um mindestens 5 Minuten bis das Fahrzeug aus dem Saarburger Ring geholt wurde und die Mannschaft am Gerätehaus eingesammelt werden kann. Da zudem das Tanklöschfahrzeug regelmäßig zu Sicherheitswachen auf den Maimarkt geordert wird - wie gerade zuletzt während des Treffens der muslimischen Reformbewegung "Ahmadiyya" - befindet sich nun zeitweise kein einziges Einsatzfahrzeug mehr im Gerätehaus. Lediglich der Löschkarren der Jugendfeuerwehr und die Löschkutsche aus dem Jahr 1905 verhindern, dass die Halle vollständig leer steht, "nur leider haben wir weder Pferde noch einen Kutscher zur Verfügung. Außerdem ist die Deichsel vom Holzwurm zerfressen" merkt Pressesprecher Jochen Petzinger sarkastisch an.

Noch Anfang Mai 2008 hob Thomas Schmitt, der Leiter der Mannheimer Feuerwehr, die Abteilung Friedrichsfeld besonders hervor. Bei der Diskussionsrunde "Zur Sache" des Lokalsenders RNF zum Thema Einsatzzeiten lobte er die Kameraden: "sie liegen am Stadtrand, es ist etwas ländlicher strukturiert, und dort schafft es die Freiwillige Feuerwehr inzwischen gleichzeitig mit der Berufsfeuerwehr einzutreffen." Solche guten Einsatzzeiten, die ja auch die Sicherheit der Bürger erhöhen, gehören aber wohl erst einmal der Vergangenheit an.

Jochen Petzinger


16.06. Schokinag-Brand erfordert auch Friedrichsfelder Kräfte

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Feuerwehr Mannheim zur Schokinag gerufen. Im Rohrsystem der Rösterei sind Rückstände von Kakaopulver in Brand geraten. Die ersten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Wehren Rheinau und Neckarau konnten bereits auf der Anfahrt das Feuer erahnen. Eine Rohrleitung die über die Straße führte glühte bereits vor Hitze. Mit einem Spezialgerät der BASF, dass Metall mit Wasserkraft zerschneiden kann, wurden Zugänge zu dem Rohrsystem geschaffen über die der Brand bekämpft werden konnte.

Gegen Vormittag kam es dann zur telefonischen Alarmierung der Friedrichsfelder Kameraden: sie sollen die bisherigen Einsatzkräfte ablösen. Mit sechs Mann und dem neuen Einsatzfahrzeug wurden gegen 12 Uhr erschöpfte Feuerwehrleute an der Einsatzstelle abgelöst. Arbeit machte den Friedrichsfeldern dann ein kurzes Auflodern der Flammen in der Rösterei, was jedoch zusammen mit der Berufsfeuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Gegen 18 Uhr kamen erneut sechs Mann der Friedrichsfelder Wehr um die erste Brandwache zu übernehmen. Bis 24 Uhr kontrollierte man regelmäßig die Rohrleitungen mit der Wärmebildkamera, zu einer erneuten Entzündung kam es jedoch nicht.

Die Ablösung stellte die Leitstelle Mannheim jedoch erstmals vor ein nie da gewesenes Problem. Da das alte Löschgruppenfahrzeug außer Dienst genommen wurde, hatten die einsatzbereiten Kameraden keinen fahrbaren Untersatz mehr zur Verfügung: das neue Fahrzeug war ja bereits im Einsatz. Kurzerhand musste ein Mann der Berufsfeuerwehr mit einem Mannschaftswagen die Friedrichsfelder erst einsammeln und dann an die Einsatzstelle fahren - Gott sei Dank war die Zeit bei diesem Einsatz kein wichtiger Faktor mehr.

Jochen Petzinger


06.04. "Strohfeuer" bringt Großeinsatz

In der Nacht von Samstag, 05. April auf Sonntag wurde die Friedrichsfelder Feuerwehrabteilung um 2:06 durch die Leitstelle alarmiert und an den Holzweg hinter Suebenheim geordert. In einer rund 60 Meter langen Scheune ist aus bislang unbekannten Gründen ein Feuer ausgebrochen. Insgesamt waren 300 Strohballen in Brand geraten, der Sachschaden wird von der Polizei auf 20.000 Euro geschätzt. Neben den Friedrichsfelder Wehrleuten waren auch die Kräfte der Berufsfeuerwehr von den Feuerwachen Mitte (Lindenhof) und Süd (Rheinau) im Einsatz. Um das Feuer effektiv bekämpfen zu können wurden die Ballen mit zwei Radladern - einer von der BF Mannheim, einer vom nahen THW - auseinander gezogen.
Gegen 6 Uhr wurden die Einsatzkräfte durch die Abteilung Neckarau abgelöst. Die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld war mit 9 Mann und ihren alten Fahrzeugen im Einsatz. Das neue LF 10/6 war als Übungsfahrzeug von Montag bis Sonntag mit Feuerwehrmitgliedern aus ganz Mannheim auf einem Fortbildungsseminar im Saarland.

Jochen Petzinger


07.03. Die gute Arbeit wird gewürdigt

Ruhige Jahreshauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr

Am Freitag den 07.03.2008 wurde von den Friedrichsfelder Feuerwehrleuten zur Jahreshauptversammlung ins Gerätehaus eingeladen. Abteilsungskommandant Markus Behlau konnte von der Feuerwehr Mannheim den Feuerwehrkommandanten Thomas Schmitt, den stellvertretenden Stadtbrandmeister Norbert Windecker und den für die Freiwillige Feuerwehr zuständigen Sachbearbeiter Hans Wasserbäch begrüßen. Als Vertreter der Politik kamen Dr. Stefan Fulst-Blei (SPD), Rolf Dieter (ML) und Wolfgang Rauhfelder (B90/Grüne).
Schriftführer Thorsten Gärtner gab im Jahresbericht einen chronologischen Überblick über das vergangene Jahr in dem neben den insgesamt 23 Einsätzen auch die sonstigen Aktionen wie Tag der offenen Tür, Feuerwehrtag im Schulhof oder die Hochzeit des Kommandanten seinen Platz fanden. In 2007 wurden insgesamt 8043,75 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Zudem konnte man mit Jens Rösch einen neuen Kameraden gewinnen. Matthias Link hob in seinem Bericht der Jugend den "Feuerwehrmann Sam"-Aktionstag zur Brandschutzerziehung hervor, die im vergangenen Sommer zusammen mit einer Kaufhauskette in Mannheim durchgeführt wurde und berichtete auch von der Teilnahme der Jugendfeuerwehr Mannheim am S-MOVE - dem Streetballturnier der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg. Nach zwei Eintritten und einem Wechsel zu den Aktiven üben zur Zeit 11 Jugendliche den späteren Einsatzdienst in der Abteilung.

Gewählt (v.l.n.r.): Matthias Link, Jochen Petzinger, Tobias Gilbert, Andreas Ritter, Markus Behlau, Raffael Pehrs und Robert Tews.
Befördert wurden (v.l.n.r.) Jochen Petzinger, Christian Warzel, Andreas Ritter und Markus Behlau durch Thomas Schmitt

Von der Politik meldete sich zuerst Wolfgang Rauhfelder zu Wort und berichtete kurz über die gerade beendeten Etatberatungen, die für Friedrichsfeld unter anderem auch ein Neues Gerätehaus bringen. Der Erfolg sei vor allem dem Schulterschluss aller Parteien zu verdanken, SPD, CDU, Grüne und ML hatten in Anträgen den Neubau gefordert. Stefan Fulst-Blei ergänzte, dass auch die Öffentlichkeitsarbeit der Abteilung ihren Beitrag dazu geleistet hat, hielten die Floriansjünger doch seit inzwischen über 4 Jahren die Diskussion am laufen. Auch Rolf Dieter von der Mannheimer Liste schloss sich dem an und verteidigte das Abstimmungsverhalten seiner Partei bei den Etatberatungen. Er riet der Abteilung noch, sich jetzt bloß nicht auf dem Erreichten auszuruhen und weiter politisch aktiv zu bleiben. Roland Manojlovic musste im Kassenbericht ein Minus für das Jahr 2007 ausweisen. Jochen Petzinger und Robert Tews hatten die Kasse geprüft und empfahlen die Entlastung des Kassiers, die einstimmig erfolgte.

Nun schlossen sich gleich mehrere Wahlen an, in denen Markus Behlau als Kommandant, Raffael Pehrs als stellvertretender Kommandant, Reinhold Bley als Mitglied des Feuerwehrausschusses, Thorsten Gärtner als sein Stellvertreter sowie Jochen Petzinger und Robert Tews als Kassenprüfer wiedergewählt wurden. Neu besetzt wurde Jochen Petzinger als Abteilungspressesprecher und Tobias Gilbert als Jugendfeuerwehrwart.
Vor den Ehrungen ergrifft Feuerwehrkommandant Thomas Schmitt kurz das Wort, der sich für die Arbeit der Abteilung bedankte. Die vergleichsweise hohe Einsatzzahl der Friedrichsfelder Wehrleute wäre vor allem der Randlage Friedrichsfelds anzukreiden - sowohl die Berufsfeuerwehr in Rheinau als auch die Beamten auf dem Lindenhof seien froh, eine so schnelle und einsatzfähige Truppe hier stationiert zu wissen. In der Regel schaffen es die Friedrichsfelder ja gleichzeitig mit der Berufsfeuerwehr vor Ort zu sein. Ansonsten sei in letzter Zeit zu beobachten, dass die großen Einsätze abnehmen - wenn es jedoch dazu kommt "ginge es richtig rund".
Danach beförderte er Jochen Petzinger zum Oberlöschmeister, Christian Warzel und Andreas Ritter zu Brandmeistern und Markus Behlau zum Oberbrandmeister. Zudem erhielten Thorsten Gärtner und Matthias Link für ihre geleistete Arbeit als Pressesprecher bzw. Jugendwart eine kleine Anerkennung. In der Jugendfeuerwehr wurde Felix Lang für sein Engagement geehrt.

Der Punkt Gerätehaus beschloss den Sitzung. Viel war nach den Wortmeldungen der politischen Vertreter nicht mehr zu sagen. Für dieses Jahr sind 50.000€ für die Planung im Haushalt eingestellt, die restlichen 720.000€ sind auf die Jahre 2009 und 2010 aufgeteilt. Zudem wurde ein Bauausschuss unter Markus Behlau ins Leben berufen, der die Planungen und den Bau begleiten soll.

Jochen Petzinger


Umgefallene Bäume in ganz Mannheim mussten entfernt werden.
Der Einsatz des Kranwagens der Feuerwehr

01.03. Emma beschäftigt die gesamte Feuerwehr Mannheim

Eigentlich sollten die Friedrichsfelder Wehrleute am Samstag zu einer Ausbildung auf die Wache Süd nach Rheinau kommen. Gerade dort angekommen wurde die Ausbildung jedoch regelrecht "vom Winde verweht".
Zusammen mit allen anderen freiwilligen und hauptamtlichen Kräften der Feuerwehr Mannheim wurden deshalb ab 8 Uhr morgens Einsätze im gesamten Stadtgebiet abgearbeitet. Der Schwerpunkt der Tätigkeiten lag dabei im Norden der Stadt. Zusätzlich waren auch Kräfte aus Schwetzingen, Walldorf und der amerikanischen Streitkräfte in Mannheim im Einsatz.

Neben unzähligen herabgefallenen Ästen mussten auch viele lose Dachziegel von teilweise mehrstöckigen Häusern entfernt werden. Die meisten davon waren auch nicht mit der Drehleiter erreichbar und wurden über Dachluken eingesammelt. Wenn ein Betreten des Daches notwendig war, sicherten sich die Einsatzkräfte dabei zusätzlich mit speziellem Gurtzeug vor einem Absturz.

Zwei Einsätze sollen hier kurz hervorgehoben werden:

Die Mannschaft des neuen LF 10/6 wurde mit der Meldung "Ast auf Fahrzeug" auf die Vogelstang geordert. Dort angekommen fand die Einsatzgruppe einen gesamter Baum auf dem Auto vor. Noch bevor jedoch die Arbeiten am Auto begonnen werden konnten, wurde man auch auf die um die Ecke liegende Straßenbahn-Endhaltestelle aufmerksam gemacht. Der Fußweg dorthin wurde von insgesamt drei Bäumen versperrt, die Emma umgeworfen hat. Insgesamt wurden hier also vier Bäume fachgerecht zerlegt und ein Auto wieder seinem Besitzer zugänglich gemacht.

Parallel dazu war eine weitere Gruppe mit den zwei älteren Fahrzeugen ebenfalls in den Norden der Stadt unterwegs:
Sie wurde auf der Friesenheimer Insel vor eine der größten Herausforderungen des Tages gestellt: Ein ca. 50m² großes Teil eines Blechdaches war durch den Sturm rund 100 Meter weit davon getragen worden, bevor es am Dach einer benachbarten Firma hängen blieb. Um diese Aufgabe zu lösen, wurde der Kranwagen der Feuerwehr zu Hilfe gerufen. Mit viel Geschick und ebenso viel Geduld konnte das Dachteil zur Seite gehoben und danach zerlegt werden.

Nach rund 10 Stunden war dann für die Friedrichsfelder Wehrleute der Einsatz endlich beendet.

Jochen Petzinger