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Berichte 2005

16.10. Brennende Gartenabfälle sorgen für Alarmierung

Am Kerwewochenende leistete die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld einen Bereitschaftsdienst im gesamten Stadtgebiet ab. Bereits am Freitagabend sorgte brennender Gartenabfall für eine Alarmierung der örtlichen Brandbekämpfer. Der Einsatz führte ins Friedrichsfelder Industriegebiet, wo der in Brand geratene Laubhaufen in Kürze abgelöscht wurde. Die nachgerückten Kräfte der Mannheimer Berufsfeuerwehr mussten nicht eingreifen. Nicht nur Brände sorgen in diesen Tagen für Aufregung. Als alarmierend ist auch die derzeitige Fuhrparksituation zu bezeichnen. Die Hiobsbotschaft erreichte die Friedrichsfelder Wehrleute vergangene Woche: Das alte Löschfahrzeug, dessen einsatztaktischer Vorteil in der Tatsache zu finden war, dass es als eines der letzten Mannheimer Feuerwehrautos in die örtliche Fahrzeughalle passte, wird ausgemustert. Ein routinemäßiger Inspektionstermin brachte das endgültige Aus für das altgediente Einsatzauto. Die Schäden zu groß, eine mögliche Reparatur unrentabel. Somit verbleibt im Ort nur noch das für drei Mann Besatzung Platz bietende Tanklöschfahrzeug. Das neue Löschfahrzeug, dass der Friedrichsfelder Feuerwehr erst kürzlich offiziell übergeben wurde, passt bekanntlich nicht in die Fahrzeughalle. Daher steht das Gefährt derzeit in einer angemieteten Halle des THW nahe der Seckenheimer Pferderennbahn. Die Anfahrt zur Einsatzstelle mit Zwischenstopp am Friedrichsfelder Gerätehaus zwecks Aufnahme der dort wartenden Feuerwehrleute dauert erprobter Weise zu lange.
Davon, dass guter Rat mittlerweile nicht nur teuer sondern auch rar geworden ist, konnten sich letzte Woche auch die Herren Stadträte Karl und Sponagel (beide CDU) überzeugen. Im Rahmen einer Feuerwehrhausbegehung machte man sich vor Ort ein Bild von den kritischen Zuständen. Zustände, welche die Frage aufwerfen, in wieweit einem ausreichendem Brandschutz in Friedrichsfeld eigentlich noch entsprochen werden kann.

28.09. Ganztagsübung der Jugendfeuerwehr ein voller Erfolg

Der vergangene Samstag stand für die örtliche Feuerwehr ganz im Zeichen der Nachwuchsförderung. Bei einer Ganztagsübung konnten die Brandbekämpfer von morgen zeigen, was sie können. Punkt 8 Uhr fand sich die Jugendgruppe voll spannender Erwartung im örtlichen Gerätehaus ein. Nach einer kurzen Lagebesprechung wartete die erste Übungseinsatzstelle auf die 10 Jungen und Mädchen. Mit einem Kakaogemisch wurde in der Nähe der Seckenheimer Pferderennbahn eine Straßenverunreinigung simuliert. Unter Führung Ihres Jugendgruppenleiters Matthias Link meisterten sie die gestellte Aufgabe souverän. Mit Spaten, Sand und Besen wurde die Strasse im Nu wieder passierbar gemacht. Kaum eine Verschnaufpause war den Abteilungsjüngsten gegönnt, da wartete auch schon das nächste Übungsobjekt: Der Luftschutzbunker in der Neuostheimer Böcklinstraße. Mit Hilfe von Diskonebel wurden die Innenräume des Bunkers komplett vernebelt. Ohne noch die Hand vor Augen sehen zu können, mussten die Übungsteilnehmer den gesamten Bunker nach vermissten Personen absuchen. Darüber hinaus wurde die Löschwasserversorgung vom nahegelegenen Hydranten hergestellt.
Am Nachmittag ging es auf den Wasserübungsplatz der Feuerwehr Mannheim. Dort musste ein brennendes Holzhäuschen abgelöscht werden. Das nötige Löschwasser besorgten sich die Jugendlichen mit Hilfe von Saugschläuchen direkt aus dem Rhein.
Der letzte Übungseinsatz des Tages führte die junge Truppe am späten Abend in Richtung Alteichwaldsiedlung. Hier hatten ihre älteren Kameraden auf einem Feldweg eine Fettexplosion vorbereitet. Auch dieser Aufgabe zeigten sich die Jugendfeuerwehrler gewachsen und bekamen die Flammen schnell in den Griff.
Interessierte Mädchen und Jungs ab einem Alter von 10 Jahren können sich bei Matthias Link, Tel. 0176/22527343 über die Friedrichsfelder Jugendfeuerwehr informieren.

13.09. Großbrand im Rheinauer Hafengelände

Friedrichsfelder Feuerwehr an den Löscharbeiten beteiligt

Unübersehbare Rauchschwaden zogen vergangenen Dienstag Vormittag über das Hafengelände in Rheinau. Auf dem Gelände einer Schrottverwerterfirma in der Holländerstraße entzündeten sich gegen 11 Uhr ein Anhänger mit Leichtmetallspänen. Das Feuer breitete sich schnell auf einen Bagger, weitere Container sowie eine Lagerhalle aus. Der 32-jährige Baggerfahrer konnte den Flammen mit schweren Brandverletzungen entkommen und musste sich in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Ludwigshafen versorgen lassen.
Da den brennenden Leichtmetallen mit herkömmlichen Löschmitteln wie Wasser nicht beizukommen war, forderte die Feuerwehr einen riesigen Silozug mit 52 Tonnen Zement und 20 Tonnen Quarzsand an, um das Feuer zu ersticken. Mit dieser Maßnahme konnte man der Flammen Herr werden. Die Nachlöscharbeiten nahmen noch Tage in Anspruch. Der entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehr als 500.000 Euro. Rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr Mannheim kamen bei dem Brand zum Einsatz. Unter anderem wurde auch das neue Löschfahrzeug der Friedrichsfelder Wehr zusammen mit sechs Mann Besatzung an die Unglücksstelle gerufen. Mit speziellen Hitzeschutzanzügen und unter Verwendung von Sauerstoffflaschen bekämpften die heimischen Wehrleute in Zusammenarbeit mit der Mannheimer Berufsfeuerwehr die Flammen an vorderster Front.
Ein brennender Heuballen auf einem Feld nähe Seckenheim beschäftige die Friedrichsfelder Wehr am Montag Abend. Für Löscharbeiten wurde das Tanklöschfahrzeug mit zwei Mann Besatzung zur Einsatzstelle befohlen.

06.09. Freiwillige Feuerwehr feiert Tag der offenen Tür

Ein ganzes Wochenende Spiel, Spaß und Information auf dem Friedrichsfelder Schulhof

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld. Solch große Ereignisse müssen groß gefeiert werden. Daher laden die Friedrichsfelder Wehrleute im Jubiläumsjahr gleich an zwei Tagen zu Ihrem Tag der offenen Tür ein. Kommendes Wochenende, 10. und 11. September, kann sich Jung und Alt über die Arbeit der heimischen Feuerwehr auf dem Friedrichsfelder Schulhof informieren. Ab 15 Uhr hält die Wehr am Samstag jede Menge Überraschungen für große und kleine Gäste bereit. Der Sonntag startet um 10.30 Uhr mit einen ökumenischen Gottesdienst mit Fahrzeugsegnung ebenfalls auf dem Schulhofgelände. Für das leibliche Wohl wird natürlich auch im Jubiläumsjahr reichlich und in großer Auswahl gesorgt. Die Freiwillige Feuerwehr Friedrichsfeld freut sich auf Ihren Besuch.

31.07. Neues Feuerwehrauto auf THW-Gelände untergebracht

Optimaler Brandschutz in Friedrichsfeld rückt näher

Bereits im März dieses Jahres durften die Feuerwehrleute der Friedrichsfelder Wehr ihr neues Löschfahrzeug in Empfang nehmen. Dass es sich hierbei lediglich um einen symbolischen Akt handelte, wurde spätestens bei Klärung der Unterstellmöglichkeiten klar: Die eigene Fahrzeughalle zu klein, ein Fahrzeughallenausbau unwirtschaftlich, Ausweichmöglichkeiten im Dorf nicht vorhanden, ein längst erforderlich gewordener Neubau des Feuerwehrhauses zumindest kurzfristig undenkbar. Auf der Suche nach verbleibenden Möglichkeiten wurde das Fahrzeug -für die Friedrichsfelder Wehrleute natürlich ständig verfügbar- auf derFeuerwache Nord in Käfertal untergebracht. Eine jener Möglichkeiten war mit den THW-Hallen nahe der Seckenheimer Pferderennbahn schnell gefunden. Die Umsetzung ließ allerdings aufgrund zäher Verhandlungen bis vorletzten Dienstag auf sich warten. Das Fahrzeug darf dort nun zumindest bis Ende des Jahres zum Brandschutz in Friedrichsfeld beitragen. Dann wird neu verhandelt. Bleibt zu hoffen, dass die Würfel zügig und zugunsten der Friedrichsfelder fallen. Denn durfte man bisher noch darauf vertrauen, dass -zugegeben wenig vertrauenswürdige, weil völlig veraltete- Feuerwehrfahrzeuge im Spritzenhaus im Fall der Fälle zu Verfügung stehen, muss man allmählich auch diesen Gedanken verabschieden. Den beiden Löschfahrzeugen älteren Baujahrs haben Unwettereinsätze im Juni schwer zugesetzt. Während das erste Fahrzeug aufgrund eines Getriebeschadens total beschädigt ausgemustert wurde, ist die verschlissene Tragkraftspritze des zweiten Fahrzeuges aufgrund eines Defekts vorerst nicht zu gebrauchen.
Dass die Unterstellung beim THW zwar eine gut gemeinte, jedoch keinesfalls zufrieden stellende Lösung ist, hat sich bereits bei der jüngsten Alarmierung gezeigt. Besorgte Bürger meldeten letzten Donnerstag eine verdächtigte Rauchentwicklung in der Vogesenstraße. Während man in früheren Zeiten 15 Minuten nach Alarmierung die wenigen Meter bis zum Einsatzort bereits zurückgelegt und mit der Brandbekämpfung begonnen hatte, beschäftigt sich der Friedrichsfelder Feuerwehrmann von heute mit warten. Warten auf den Kameraden, der nach erfolgter Alarmierung zum THW-Gelände eilte, um das dort stehende Löschfahrzeug möglichst schnell zum Gerätehaus zu bekommen. Glücklicherweise entsprang der starke Rauch einem Nutzfeuer. Ein Eingreifen der mittlerweile herbeigeeilten Kräfte der Berufsfeuerwehr war somit nicht erforderlich. Die Friedrichsfelder Wehrleute wurden daraufhin -gerade war das eigene Löschfahrzeug in der Mülhauser Straße eingetroffen- wieder abbestellt.
Das neue Feuerwehrauto konnte in seinem ersten Domizil in Käfertal aufgrund langer Anfahrtszeiten nichts zum Brandschutz in Friedrichsfeld beitragen. An seinem neuen Standort gewährt das Fahrzeug lediglich einen Alibischutz. Und den Friedrichsfelder Wehrleuten bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass der Kampf gegen das Feuer nicht geführt werden kann, solange der Kampf gegen die Uhr nicht gewonnen ist.

13.06. Großübung am Samstag in Friedrichsfeld

Zu Verkehrbehinderungen kann es am Samstag, 18. Juni 2005, im Bereich des Mannheimer Stadtteils Friedrichsfeld kommen.Grund hierfür ist eine Großübung aller Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Mannheim anläßlich des 100-jährigen Jubiläums der Abteilung Friedrichsfeld. Dabei werden an mehrere Übungsorten die Brandschützer und Rettungsdienste innerhalb und außerhalbdes Stadtteil´s besonders gefordert. Mehrere Kolonnen mit Einsatzfahrzeugen werden in und um Friedrichsfeld unterwegs sein. Neben den Angehörigen der Freiw. Feuerwehr Mannheim Abteilung Friedrichsfeld beteiligen sich an der Übung die Polizei, acht Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr und Helfer nahezu aller Rettungsdienstorganisationen aus dem Mannheimer Stadtgebiet.

01.06. Feuerwehr-Urgestein feiert 75. Geburtstag

Am 22.05.2005 feierte das älteste Mitglied der Friedrichsfelder Feuerwehr seinen 75. Geburtstag. Eine stattliche Anzahl seiner Kameraden stattete Hermann Fuchs zu die-sem Anlass einen Überraschungsbesuch ab, um ihm ausgiebig zu seinem Wiegenfest zu beglückwünschen. Allen voran Abteilungskommandant Markus Behlau, der dem sicht-lich gerührten Geburtstagskind im Namen der Abteilung einen Präsentkorb überreich-ten durfte.
Fuchs stieß im Jahre 1948 zu den Friedrichfeldern Floriansjüngern und hält auch nach beachtlichen 57 Dienstjahren der Feuerwehr die Treue. Mit großem Engagement nimmt er noch heute an Übungen und anderen Veranstaltungen, wie dem alljährlich stattfin-denden Tag der offenen Tür, teil. Auch bei den Vorbereitungen des in diesem Jahr stattfindenden 100-jährigen Feuerwehrjubiläums steht er mit Rat und Tat zur Seite. Durch seine Erzählungen konnte ein wesentlicher Teil der Wehrhistorie aufgearbeitet und im vor kurzem erschienen Jubiläumsheft niedergeschrieben werden. Bei den Streifzügen durch seine Erinnerungen hebt Fuchs besonders den Großbrand in der e-hemaligen Steinzeugfabrik hervor. An den dreitätigen Löscharbeiten des am Heiligen Abend 1961 ausgebrochenen Feuers war Fuchs maßgeblich beteiligt. Neben seinen Tä-tigkeiten bei den Friedrichsfeldern ist er auch sehr um die Kameradschaftspflege in der Altermannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Mannheim bemüht.

25.05. Falscher Alarm in der Altkirchstrasse

"Containerbrand in der Altkirchstraße; zwei Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsfeld zur Brandbekämpfung ausrücken" - hieß der Einsatzbefehl am vergange-nen Sonntagnachmittag.
Acht Friedrichsfelder machten sich daraufhin auf, dem roten Hahn zuleibe zu rücken. Das Gebiet rund um den Kinderspielplatz nähe Bernardushof wurde großflächig abge-sucht, um mögliche Brandquellen zu entdecken. Da trotz intensiver Suche das ange-kündigte Szenario nicht ausgemacht werden konnte, traten die Friedrichsfelder den Rückzug an.
Neben den Friedrichsfelder Tanklösch- und Löschfahrzeugen war auch ein Hilfeleis-tungslöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr vor Ort. Das bereits in Dienst gestellte neue Löschfahrzeug der Friedrichsfelder kam nicht zum Einsatz. Aufgrund des bekannten Platzmangels im Friedrichsfelder Gerätehaus ist das Feuerwehrauto derzeit auf der Feuerwache in Mannheim-Käfertal untergestellt. Eine Einbindung in Einsätze in Fried-richsfeld ist aufgrund der Überführungszeiten derzeit undenkbar. In den kommenden Wochen soll allerdings eine Unterbringung in dem Gebäude des Technischen Hilfs-werks, nähe Seckenheimer Pferderennbahn erfolgen. Nach diesem Umzug wird dem Fahrzeug ein für Friedrichsfeld höherer einsatztaktischer Wert zugemessen werden können.

02.04. Neues Löschfahrzeug für die Friedrichsfelder Feuerwehr

Adäquater Brandschutz in Friedrichsfeld nahezu wieder hergestellt

Lange hat es gedauert, doch am Donnerstag, den 17.03.2005 wurde den jahrelangen Forderungen der Friedrichsfelder Feuerwehr nach einer zeitgemäßen Grundausstattung zu einem stattlichen Teil entsprochen: Die Friedrichsfelder Wehr erhält ein neues Feuerwehrfahrzeug! Eine Delegation der Abteilung nahm Mitte März in Weisweil bei Iveco-Magirus ihr brandneues Löschfahrzeug (LF 10/6) in Empfang. Nach einer Werksführung durften die Friedrichsfelder zum ersten Mal in ihrem neuen Feuerwehrauto Platz nehmen. Hierbei konnte man sich sogleich mit den Besonderheiten des Fahrzeuges vertraut machen. So wurden die Feuerwehrleute durch das Fachpersonal der Herstellerfirma beispielsweise am Pumpenprüfstand in die Funktionsweise der fahrzeugeigenen Feuerlöschkreiselpumpe eingewiesen. Nach einer Probefahrt machten sich am späten Nachmittag dann die heimischen Feuerwehrmänner mit ihrem Neuerwerb auf den Heimweg. Das Löschfahrzeug steht derzeit auf der Mannheimer Feuerwache Nord in Käfertal. In der dortigen feuerwehreigenen Werkstatt wird das Fahrzeug aufgerüstet um im Stadtgebiet optimal eingesetzt werden zu können. Nach jenen Arbeiten wird das Fahrzeug endgültig in die Hände der Friedrichsfelder Wehr übergeben.
Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um ein Löschfahrzeug, welches unter anderem mit einem 1.000 Litertank sowie Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung z.B. bei Verkehrsunfällen ausgerüstet ist. Damit verfügt die Friedrichsfelder Feuerwehr nunmehr über zwei wasserführende, geländegängige Allrad-Fahrzeuge. Die bisherigen über 20 Jahre alten Löschfahrzeuge können mit diesem einsatztaktischen Vorteil nicht aufwarten. Das Fahrgestell des Autos wurde von Iveco geliefert, für den Fahrzeugaufbau zeichnet sich Magirus verantwortlich. Welches der beiden alten Löschfahrzeuge dem Neuzugang weichen muss, steht noch nicht fest.
Friedrichsfeld ist die letzte der acht Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Mannheimer, die ein Fahrzeug dieser Baureihe in Empfang nimmt. Sicherlich war bei den Friedrichsfeldern aufgrund ihrer alten Fahrzeuge, deren prägnantestes Merkmal die häufigen und langwierigen Werkstattaufenthalte sind, der Bedarf an neuen Gerätschaften am größten. Die Platzverhältnisse im Friedrichsfelder Feuerwehrhaus ließen eine frühere Anschaffung jedoch nicht zu.
Da moderne Fahrzeuge aufgrund ihrer Ausmaße in der Fahrzeughalle keinen Platz finden, musste -auf der Suche nach Lösungen- die Auswechslung der völlig veralteten Feuerwehrautos immer wieder hinausgeschoben werden. Um Sicherheitsstandards im gesamten Stadtgebiet in gleicher weise zu gewährleisten, war eine weitere Verzögerung allerdings kaum noch hinnehmbar. Auf diesen Umstand haben die Friedrichsfelder Wehrleute bei jeder sich bietenden Gelegenheit hinwiesen. Die Feuerwachen der Mannheimer Berufsfeuerwehr liegen in Rheinau, Lindenhof und Käfertal. Die Anfahrzeiten der dort vorhandenen Kräfte macht eine schlagkräftige Friedrichsfelder Feuerwehr als Ergänzung eines sichergestellten Brandschutzes für den Vorort unverzichtbar.
Das moderne Feuerwehrauto ist daher als erster richtiger Schritt in die richtige Richtung zu verstehen. Erster Schritt deshalb, da eine adäquate Unterstellmöglichkeit noch immer nicht gefunden ist. Als hoffentlich nur kurzfristige Zwischenlösung soll eine Halle auf dem THW-Gelände nahe der Seckenheimer Pferderennbahn angemietet werden. Dort steht der heimischen Wehr das Löschfahrzeug rund um die Uhr zur Verfügung. Im Ernstfall ist jedoch die Fahrt zum THW und zurück nach Friedrichsfeld im Alarmfall auf die Abrückzeit hinzuzuaddieren.
Die zukünftig dauerhafte Unterbringung moderner Feuerwehrfahrzeuge und -gerätschaften ist jedoch nur eines vieler Probleme, die das alte Gerätehaus mit sich bringt. Feuchte, marode Wände machen der Bausubstanz zu schaffen. Unfallverhütungsvorschriften sind kaum noch einzuhalten. Die Feuerwehrleute verfügen über keinen Schulungsraum, die im Jahre 1990 gegründete Jugendabteilung findet bis heute keinen Platz im Feuerwehrhaus. Die sieben Mädchen und Jungen haben ihr Domizil in einem engen Baucontainer, der ihnen gleichzeitig als Umkleideraum dient, finden müssen. Der Umkleideraum der Aktiven ist ebenfalls nicht geeignet, um für die 22 Aktiven Mitglieder die nötigen Platzverhältnisse zu schaffen. Eine Damenumkleidekabine wäre zwar angebracht und wird selbstverständlich auch gewünscht, man sucht sie, wie auch Damentoiletten, bei den Aktiven als auch in der Jugendabteilung vergebens.
Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen den mit der Beschaffung des Feuerwehrautos gemachten ersten Schritt zum Anlass nehmen, kurzfristig für die Finanzierung eines Neubaus des Friedrichsfelder Feuerwehrhauses zu sorgen. Zeiten, so die Friedrichsfelder Wehrleute, in denen man auf bessere Zeiten hofft oder davon ausgeht, schon lange anstehende Probleme würden sich von selbst lösen, sollten unstreitig der Vergangenheit angehören.