Zur Feuerwehr anstatt zur Bundeswehr?

Ehrenamtlicher Dienst als Helfer im Katastrophenschutz

Jeder Mensch der zur Bundeswehr müsste hat die Möglichkeit stattdessen seinen Dienst unter anderem auch bei der Feuerwehr abzuleisten. Das Wehrpflichgesetz1 und das Zivilschutzgesetz2 erlaubt es Dir, dass Du Deine staatsbürgerliche Verpflichtung3 zum Dienst an der Waffe auch ehrenamtlich im Zivil- und Katastrophenschutz ableistet. Den Dienst im Zivil- und Katastrophenschutz kannst Du neben der Feuerwehr auch beim Technischen Hilfswerk (THW) oder den verschiedenen Rettungsdiensten (Johanniter, Malteser, Rotes Kreuz, etc.) leisten.
Genau wie als Rekrut oder "Zivi" muss man sich dafür verpflichten.

Das heißt, Du versprichst für 4 Jahre bei der Feuerwehr zu sein - das bedeutet 120 Stunden Dienst im Jahr, also gerade einmal 10 Stunden im Monat oder 2,5 Stunden pro Woche. Dafür kannst Du nach dem Schulabschluss sofort eine Ausbildung beginnen oder eine weiterführende Schule besuchen. Das ist während der 9 Monate als Zivildienstleistender oder Soldat nicht möglich.
Nach den 6 Jahren bei der Feuerwehr kann man Dich dann nicht mehr zum Grundwehrdienst einberufen.

Du hast Interesse? Dann melde dich bei uns im Gerätehaus Friedrichsfeld?.



1 Paragraph 13a des Wehrpflichgesetzes "Zivilschutz oder Katastrophenschutz" (Auszug)
(1) Wehrpflichtige, die sich vor Vollendung des 23. Lebensjahres mit Zustimmung der zuständigen Behörde auf mindestens sechs Jahre zum ehrenamtlichen Dienst als Helfer im Zivilschutz oder Katastrophenschutz verpflichtet haben, werden nicht zum Wehrdienst herangezogen, solange sie als Helfer im Zivilschutz oder Katastrophenschutz mitwirken.
Dies gilt auch bei von der zuständigen Behörde genehmigten Unterbrechungen der Mitwirkung, wenn die auf der Mindestverpflichtung beruhende sechsjährige Mitwirkung noch bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres erfüllt werden kann.
(2) Haben Wehrpflichtige sechs Jahre im Zivilschutz oder Katastrophenschutz mitgewirkt, so erlischt ihre Pflicht, Grundwehrdienst zu leisten.

2 Paragraph 14 des Zivildienstgesetzes "§ 14 Zivilschutz oder Katastrophenschutz"(Auszug)
(1) Anerkannte Kriegsdienstverweigerer, die sich vor Vollendung des 23. Lebensjahres mit Zustimmung der zuständigen Behörde auf mindestens sechs Jahre zum ehrenamtlichen Dienst als Helfer im Zivilschutz oder Katastrophenschutz verpflichtet haben, werden nicht zum Zivildienst herangezogen, solange sie im Zivilschutz oder Katastrophenschutz mitwirken.
Dies gilt auch bei von der zuständigen Behörde genehmigten Unterbrechungen der Mitwirkung, wenn die auf der Mindestverpflichtung beruhende sechsjährige tatsächliche Mitwirkung noch bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres erfüllt werden kann.
(4) Haben anerkannte Kriegsdienstverweigerer sechs Jahre im Zivilschutz oder Katastrophenschutz mitgewirkt, so erlischt ihre Pflicht, Zivildienst zu leisten; das gilt nicht für den Zivildienst im Verteidigungsfall.

3 Artikel 12a des Grundgesetzes (Auszug)
(1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.