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Wenn man zur aktiven Mannschaft kommt - das ist bei uns ab 17 Jahren möglich - beginnt man seine Feuerwehrlaufbahn mit dem Grundlehrgang: der Truppmannausbildung. Acht Wochen lernt man (Mittwochs und Samstags) die theoretischen und praktischen Grundlagen um Brände zu löschen und Personen zu retten.
Doch nicht nur Feuer steht auf dem Lehrplan, sondern auch technische Hilfeleistung (z.B.: Autos aufschneiden), Erste Hilfe und Fahrzeugkunde. Der Umgang mit Gefahrstoffen, rechtliche Grundlagen und vorbeugender Brandschutz runden das theoretische Wissen.
Nach bestandenem Test darf man sich dann zwei Jahre "Truppmann" nennen und mit einem Truppführer zusammen im "Trupp" im Einsatz aktiv werden.

Abb.: schematische Abfolge der möglichen Ausbildungen
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An die Truppmannausbildung schließt sich dann die Ausbildung zum Sprechfunker und Atemschutzgeräteträger an. In der Sprechfunker-Ausbildung wird der richtige Ton im Funkverkehr gelernt. Sie ist zudem die Voraussetzung für den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger: Ein wenig Fitness ist hier schon von Nöten. Der Gebrauch der Pressluftflaschen wird vor allem praktisch geübt und ist doch recht schweißtreibend. Wie setzte ich alles richtig auf? Wie orientiere ich mich im Brandrauch?
Erst dann darf man auch im Einsatz ans Feuer...

In den folgenden zwei Jahren muss man als Truppmann die gelernten Dinge mit der eigenen Abteilung weiter üben und trainieren. In diesen zwei Jahren werden zudem 12 Workshops angeboten, die die bisherigen Fähigkeiten erweitern. Danach kann man dann - nach einer Eingangsprüfung - am Lehrgang zum Truppführer teilnehmen.
Dieser baut auf der Grundausbildung auf um nun vor allem Führungsqualitäten zu vermitteln. Nach dieser Ausbildung darf man nämlich als Truppführer an den Einsätzen teilnehmen und hat damit auch die Verantwortung für einen Truppmann.

Kommen wir nochmal kurz zu den Pflichten eines Feuerwehrmannes, mit der Ausbildung alleine ist es nämlich nicht getan. Mindestens 60 Stunden im Jahr, davon mindestens 10 Übungen muss man anwesend sein, das sind umgerechnet gerade einmal 1,5 Stunden in der Woche.
Etwas mehr wird es, wenn man der Bundeswehr die rote Karte gezeigt und durch die Feuerwehr freigestellt wird. Dann sind es für 6 Jahre 120 Pflichtstunden im Jahr (aber immer noch nur 2,5 Stunden die Woche).

Zu der Pflicht kommen dann noch Sicherheitswachdienste, z.B: in der Oper im Nationaltheater und beim Adlerspiel in der SAP-Arena, bei denen man zusammen mit Beamten der Berufsfeuerwehr für die Sicherheit der Besucher zuständig ist.
Aber auch weitere Ausbildungen zum Kettensägenführer, Jugendwart oder in technischer Hilfe können folgen.
Und natürlich werden gemeinsam Ausflüge, Grillfeste und vieles mehr geplant und gestaltet.

Am besten Du schaust Dir selbst das Ganze einmal LIVE mittwochs oder samstags bei einer unserer Übungen in der Mülhauser Straße 1 an.
(Für die Termine schau' einfach in unseren Übungsplan!)